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Jetstream

Erstellt am: 14.09.2004 | Änderungsdatum: 06.07.2010
Jetstream, ein Begriff aus der Meteorologie , bezeichnet einen starken, schlauchförmigen Höhenwind, der in Höhen von 8 bis 12 km (Tropopause) über dem Atlantik und Europa von West nach Ost auftritt. In seinem Inneren können Windgeschwindigkeiten von bis zu 600 km/h erreicht werden. Typisch sind ca. 250 bis 360 km/h.

Der Jetstream entsteht aufgrund des Druckausgleiches zwischen den unterschiedlichen Flächen innerhalb der Tropopause. Die Corioliskraft lenkt die polwärts strebenden Winde in dem Jetstream, wodurch ein fast geschlossenes Windkanalsystem entlang der Breitengrade entsteht.

Global existieren auf der Nord- und der Südhalbkugel folgende sechs Jetstreams:
  • STJ - Subtropenjet: ca. 12 km Höhe (auf Nord- und Südhalbkugel)
  • PFJ - Polarfrontenjet: ca. 10 km Höhe ( " )
  • AFJ - Arktisfrontenjet: ca. 8 km Höhe ( " )
Die genaue Lage des Jetstreams verändert sich als Folge verschiedener meteorologischer Vorgänge, kann jedoch ab Ende Juni/Anfang Juli für das folgende Halbjahr vorhergesagt werden. Liegt der Polarfrontenjetstream bspw. weit im Norden, so werden die vom Atlantik kommenden Tiefdruckgebiete überwiegend nach Nordeuropa abgelenkt.

Sowohl für Wettervorhersagen, Berechnungen des Treibstoffverbrauchs und der Flugzeit sind Jetstreams von großer Bedeutung. Fungiert er als Rückwind, kann er die Flugzeit über dem Atlantik um 10% verkürzen.

Auszug aus dem Forschungs-Informations-System (FIS) des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur

https://www.forschungsinformationssystem.de/?107052

Gedruckt am Dienstag, 25. Januar 2022 00:49:06