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Barrierefreie Fahrgastkommunikation bei Unregelmäßigkeiten im ÖPNV

Erstellt am: 30.06.2022 | Stand des Wissens: 25.07.2022
Synthesebericht gehört zu:
Ansprechpartner
TU Dresden, Professur für Integrierte Verkehrsplanung und Straßenverkehrstechnik, Prof. Dr.-Ing. Regine Gerike

Dynamische Verkehrsinformationen sind ein wichtiger Teil einer vollständig barrierefreien Wegekette. Insbesondere bei Störungen und planbaren Betriebsabweichungen ist ihnen eine hohe Bedeutung zuzusprechen [FGSV09, Seite 27ff]. Die zunehmende Verfügbarkeit mobiler Dienste und Endgeräte bieten hierbei den Vorteil, dass jede Reise durch individuell zugeschnittene Informationen begleitet werden kann. Hiervon können auch mobilitätsbeeinträchtigte Mitfahrende bei einer an ihre Bedürfnisse angepassten Fahrgastkommunikation potenziell profitieren [Stuv12, Seite 49].
1.  Abbildung 3.5: Aspekte der dynamischen Fahrgastinformation für Menschen mit Mobilitätsbeeinträchtigung im ÖPNV Die vorliegende Abbildung zeigt eine typische Wegekette einer ÖPNV-Reise. Die Reisekette setzt sich aus den Elementen Wunsch der Ortsveränderung, Zugang, Ticketerwerb, Warten, Einstieg, Fahrt, Ausstieg und Abgang zum Ziel zusammen. Für jedes dieser Teilelemente werden in der Abbildung Möglichkeiten der dynamischen Fahrgastinformation und die zu übermittelnden Informationen für Fahrgäste mit Mobilitätsbeeinträchtigung gegenübergestellt. Über allen Wegelementen stehen die für die gesamte Reise gültigen grundlegenden spezifischen Anforderungen an eine barrierefreie Fahrgastinformation. So gilt es stehts die zwei Komponenten einer barrierefreien Fahrgastkommunikation einzuhalten. Sie besteht einerseits aus einer barrierefreien Informationsübermittlung, also einer konsequenten zwei-Sinne-Kommunikation und einer kontrastreichen Gestaltung. Sowie andererseits aus verlässlichen Informationen zur Barrierefreiheit der Route und das zu jedem Zeitpunkt.   Es folgen nun die bereits genannten Wegelemente mit den zugeordneten Interessen der genannten Nutzergruppe in der Reihenfolge ihres Auftretens bei einer Reise mit dem ÖPNV.  Wunsch der Ortsveränderung: Als Informationsmedien kommen elektrische Informationssysteme, wie z.B. Webseiten oder Apps des Verkehrsbetriebes in Frage. Es sollten Echtzeitinformationen zu Fahrzeiten, Routen, Tarif, Störungen (wie z.B. Umleitungen oder Bauarbeiten etc.) und der Barrierefreiheit entlang der Route und aktuelle Änderungen an ihr, übermittelt werden.  Zugang zum ÖPNV: Erfolgt durch Nutzung des Fuß-, Rad-, oder motorisierten Individualverkehrs. Als Medien zur Informationsübermittlung kommen elektrisch steuerbare Hinweistafeln oder Mobiltelefone, die z.B. zur Navigation genutzt werden in Frage. Informationen sollten eine dynamische Wegweisung ermöglichen.  Ticketerwerb: Informationen können über elektrische Auskunftssysteme, Anzeigetafeln, Durchsagen oder das Personal vor Ort übermittelt werden. Es sind Informationen zu aktuellen oder vorübergehenden Tarifänderungen nötig (z.B. Fernverkehrsnutzung ohne Aufpreis bei Bauarbeiten oder Sperrungen auf S-Bahn-Strecken). Warten: Dynamische Anzeigetafeln, elektrische Auskunftssysteme, Durchsagen oder das Personal vor Ort sind mögliche Wege der Informationsübermittlung. Inhaltlich sollten Informationen zu den nächsten Abfahrtszeiten, Abweichungen, wie z.B. Umleitungen, Sperrungen, Gleisänderungen oder Änderungen am Fahrzeug übermittelt werden. Auch Änderungen an der Barrierefreiheit sind bereitzustellen.  Einstieg: Mögliche Informationsmedien sind dynamische Fahrzeugaußenanzeigen, Durchsagen, Personal vor Ort und ggf. Bahnsteiganzeigetafeln. Es sollten Informationen zu Linie, Fahrtziel, Name der Ankunftshaltestelle übermittelt werden. Auch Informationen zu Routenänderungen, Änderungen an der Fahrzeugzusammensetzung sowie Änderungen der Barrierefreiheit des Fahrzeuges oder der Ankunftshaltestelle.  Fahrt: Geeignete Medien zur Informationsbereitstellung sind Fahrzeuginnenanzeigen, elektrische Auskunftssysteme, Durchsagen und das Personal im Fahrzeug. Informationen sollten Linie, Fahrtrichtung, die nächste Haltestelle, Umsteigehinweise (wie Anschlüsse und aktuelle Änderungen) und Störungshinweise enthalten.  Ausstieg: Es wiederholen sich die Anforderungen des Einstiegs.  Umstieg: Bei einem Umstieg wiederholen sich die Schritte Warten, Einstieg, Fahrt und Ausstieg. Je nach Haltestellen Gestaltung kann auch ein erneuter Zugang nötig sein. Als Informationsmedien eignen sich die die in den einzelnen Schritten erwähnten Medien. In der Phase des Umstieges sind besonders Informationen zur Wegweisung, Anschlüssen, Störungen und Änderungen der Barrierefreiheit nötig.  Abgang: Es wiederholen sich die Anforderungen des ZugangsAbbildung 1: Aspekte der dynamischen Fahrgastinformation für Menschen mit Mobilitätsbeeinträchtigung im ÖPNV (eigene Darstellung aufbauend auf [VDV01b, Seite 200ff] und [FGSV17, Seite 48ff])
In Hinblick auf Störungen sollte beachtet werden, dass für Menschen mit einer Mobilitätsbeeinträchtigung aus verschiedensten Gründen auch trotz Einhaltung aller Anforderungen an eine barrierefreie Fahrgastkommunikation, Probleme auftreten, die ohne fremde Hilfe nicht bewältigt werden können. Insbesondere Menschen mit Sehbehinderung [Trit18, Seite 39; BMVBS08g, Seite17] oder mit kognitiven Einschränkungen [Stöp02, Seite276f] sind darauf angewiesen feste Routen im ÖPNV-Netz auswendig zu lernen. 
2. Abbildung 3.6: Routenwahlproblematik mobilitätsbeeinträchtigter Fahrgäste Eine Mobilitätseinschränkung führt durch die Kombination mit sogenannten harten oder weichen Faktoren zu einer immer gleichen Routenwahl. Als Harte Faktoren können bauliche Einschränkung, wie z.B. eine Lückenhafte Gestaltung des barrierefreien Wegenetzes angesehen werden. Persönliche Faktoren, wie z.B. eine reduzierte oder fehlende Anpassungs- oder Orientierungsfähigkeit sowie ein zu hoher Informationsaufwand sind hingegen als weiche Faktoren einzustufen. Aus der abgeleiteten immer gleichen Routenwahl für ein Ziel ergibt sich die folgende Fragestellung: Was, wenn diese Route nicht wie gewohnt nutzbar ist? Abbildung 2: Routenwahlproblematik mobilitätsbeeinträchtigter Fahrgäste (eigene Darstellung)
Eine besondere Problematik bilden hierbei Störungen, die entweder zu einer Änderung der Barrierefreiheit am Fahrzeug oder der Haltestellen entlang des Linienweges führen (z.B. Verkehr mit einem Ersatzfahrzeug, dass selbst oder in Kombination mit den Haltestellen nicht als barrierefrei anzusehen ist) oder andererseits zu einer Änderung des Linienverlaufes selbst führen und bekannte Wege so nicht nutzbar sind.
3. Abbildung 3.7: Störungsvarianten und ihre resultierenden Problemfelder für mobilitätsbeeinträchtigte Fahrgäste Störungen im öffentlichen Verkehr können vielfältige Ursachen und Folgen haben. Unabhängig vom Auslöser, kann eine Störung entweder am bzw. im Fahrzeug selbst oder am genutzten Fahrweg auftreten.  Eine Störung am Fahrzeug kann einen Fahrzeugtausch oder einen Personaltausch zur Folge haben. Eine Störung am Fahrweg kann zu Umleitungen, der Nichtbedienung von Haltestellen oder Gleiswechseln führen. Sowohl Störungen am Fahrzeug und Störungen am Fahrweg können einen Wechsel des Verkehrsträgers und infolgedessen Umleitungen, Nichtbedienung von Haltestellen und Gleiswechsel zur Folge haben. Zudem können Verspätungen jeweils in direkter Folge auf die Störung oder aber infolge der vorher genannten möglichen Konsequenzen auftreten. Die Abschließende Folge einer Verspätung ist dann der potenzielle Anschlussverlust des Fahrgastes.  Für Fahrgäste mit Mobilitätsbeeinträchtigung ergeben sich hieraus fünf zentrale Fragestellungen, die bei den jeweiligen Folgen einer Störung unterschiedlich stark zu gewichten und zu beantworten sind.  Es folgt eine Aufzählung der Fragestellungen und der Störungsfolgen, bei denen sie am bedeutendsten sind.  1.	Sind Fahrzeuge, Haltestellungen einzeln und in Kombination barrierefrei nutzbar. (Fahrzeugtausch, Verkehrsträgerwechsel, Umleitung, Nichtbedienung, Gleiswechsel)  2.	Ist eine Orientierung ohne Ortskenntnis (z.B. auch für Blinde) möglich? (Verkehrsträgerwechsel, Umleitung, Nichtbedienung, Gleiswechsel)  3.	Welche zusätzlichen Wege sind in welcher Zeit zurückzulegen? (Fahrzeugtausch, Verkehrsträgerwechsel, Umleitung, Nichtbedienung, Gleiswechsel) 4.	Wie können entstehende Wartezeiten verbracht werden und entstehen zusätzliche Wege zu den Sitzmöglichkeiten? (Fahrzeugtausch, Personaltausch, Verkehrsträgerwechsel, Umleitung, Nichtbedienung, Verspätung, Anschlussverlust) 5.	Welche Alternativen bestehen und wie steht es um ihre Barrierefreiheit und die evtl. nötige Ortskenntnis? (Verkehrsträgerwechsel, Umleitung, Nichtbedienung, Verspätung, Anschlussverlust) Abbildung 3:  Störungsvarianten und ihre resultierenden Problemfelder für mobilitätsbeeinträchtigte Mitfahrende (eigene Darstellung, Störungszusammenhang ausgehend von [FGSV04, Seite 50ff])
Neben der generellen Problematik, die eine Störung für mobilitätsbeeinträchtigte Mitfahrende mit sich bringt, besteht auch im Bereich der dynamischen Fahrgastinformation für diese Kundengruppe Nachholbedarf. Gerade für Menschen mit Sehbehinderung ergibt sich bei der Nutzung von mobilen Anwendungen, dass diese ohne den Einsatz von Bedienhilfen (z.B. Bildschirmlupen oder Screenreader-Programmen) nicht möglich ist. Insbesondere bei der Nutzung von Touchscreens fehlen taktile Orientierungselemente. Mobile Anwendung müssen jedoch speziell angepasst werden, damit diese Bedienhilfen genutzt werden können bzw. damit alle Informationen durch sie erfasst und sinnvoll wiedergegeben werden können. Dies gilt insbesondere auch für Fahrplandaten [Trit18, Seite 18, 29]. Es gibt in der Praxis verschiedene Ansätze auch Menschen mit Sehbehinderung mit dynamischen Informationen zu ihren Fahrten zu versorgen. Diese sind jedoch fast alle auf kleine Projektregionen beschränkt. Ein Beispiel ist das Blindeninformationssystem BLIS, welches in Dresden Anwendung findet. Mittels eines Transponders können Ansagen erneut angefordert, der Fahrer über den Zustiegswunsch informiert werden und Linieninformationen einfahrender Fahrzeuge vorgelesen werden [DVB22, Seite 16]. Eine Sprachwiedergabe, nach Betätigung eines Anforderungstasters, ist z.B. auch bei Informationsmonitoren der Rheinbahn oder der Leipziger Verkehrsbetriebe vorgesehen. Die Wiener Linien haben eine eigene Webseite für Sehbehinderte Kunden eingerichtet. Diese beinhaltet das speziell für Vorleseprogramme entwickelte POPTIS. Neben den nächsten Abfahrten an allen Stationen sind hier detaillierte Beschreibungen der Haltestellen selbst und bei größeren Stationen die Wege innerhalb der Stationen hinterlegt [Wien22]. Zudem gibt es verschiedene Versuche Fahrplanauskunftsapps blindengerecht zu gestalten. Zu den Projekten zählen z.B. die "Soester Bus App" [Marx17], "die Sinn²-App" [Trit18] oder die "DyFIS-Talk-App" [Pitz17]. Blinde Nutzende sind jedoch nicht ausschließlich auf Abfahrtsinformationen, sondern vielmehr auch auf Navigationshinweise entlang ihrer Route angewiesen. Insbesondere, wenn sie z.B. durch Störungen von ihren gewohnten Routen abweichen müssen. Hier werden zusätzlich Wegweisungsinformationen für die einzelnen Stationen [Trit18, Seite 150], ähnlich den Informationen des POPTIS in Wien, benötigt. Derzeit steht jedoch noch keine derartige Anwendung in Deutschland zur Verfügung
Ansprechpartner
TU Dresden, Professur für Integrierte Verkehrsplanung und Straßenverkehrstechnik, Prof. Dr.-Ing. Regine Gerike
Zugehörige Wissenslandkarte(n)
Barrierefreie Mobilität (Stand des Wissens: 07.09.2022)
https://www.forschungsinformationssystem.de/?289388
Literatur
[BMVBS08g] Dr.-Ing. Helmut Grossmann, STUVA, Köln, Dipl.-Ing. Volker König, Wedel, Dipl.-Ing. Carsten Ruhe, Taubert und Ruhe GmbH, Halstenbek HINWEISE Barrierefreiheit im öffentlichen Verkehrsraum für seh- und hörgeschädigte Menschen, Wirtschaftsverlag NW, Verlag für neue Wissenschaft GmbH, 27568 Bremerhaven, 2008, ISBN/ISSN ISBN: 978 3 86509 867 2, ISSN: 0941 8644
[DVB22] Dresdner Verkehrsbetriebe AG (DVB AG) (Hrsg.) Allgemeine Informationen für mobilitätseingeschränkte Fahrgäste, 2022/02/21
[FGSV04] o. A. Verlässliche Bedienung im öffentlichen Personenverkehr, FGSV Verlag GmbH, Köln, 2004
[FGSV09] Forschungsgesellschaft für Straßen- und Verkehrswesen e.V. (Hrsg.) Hinweise zur Fahrgastinformation im öffentlichen Verkehr, 2009
[FGSV17] Forschungsgesellschaft für Straßen- und Verkehrswesen e.V. (Hrsg.) Empfehlungen für einen verlässlichen öffentlichen Verkehr, Ausgabe/Auflage 2017, FGSV-Verlag, Köln, 2017
[Marx17] Marx, A. Schaffung von Barrierefreiheit - Herausforderung und Chance (Teil 2), veröffentlicht in Verkehr und Technik, 2017/06
[Pitz17] Pitz, M. DyFIS Talk: Fahrgastinformations-App für Blinde und Sehbehinderte, veröffentlicht in Stadtverkehr, 2017
[Stöp02] Stöppler, R. Mobilitäts- und Verkehrserziehung bei Menschen mit geistiger Behinderung, 2002
[Stuv12] Boenke, Dirk Dr.-Ing., Girnau, Günter Prof. Dr.-Ing. Dr. Ing. E. h., u.a. Barrierefreier ÖPNV in Deutschland, Ausgabe/Auflage 2., vollständig überarb. und erw. Aufl., Düsseldorf / Alba Fachverlag, 2012/08, ISBN/ISSN 978-3-87094-4
[Trit18] Tritschler, S. et al. Sinn²: Die barrierefreie Zwei-Sinne-Fahrgastinformation, veröffentlicht in Neues verkehrswissenschaftliches Journal , Ausgabe/Auflage 25, 2018
[VDV01b] Verband Deutscher Verkehrsunternehmen Telematik im ÖPNV in Deutschland / Telematics in Public Transport in Germany, Alba Fachverlag, Postfach 110150, Düsseldorf, 2001, ISBN/ISSN 3-87094-648-2
[Wien22] Wiener Linien (Hrsg.) Barrierefreie Informationen der Wiener Linien, 2022
Glossar
Barrierefreiheit
Barrierefreiheit bedeutet, dass bauliche und sonstige Anlagen, Verkehrsmittel, technische Gebrauchsgegenstände, Systeme der Informationsverarbeitung, akustische und visuelle Informationsquellen und Kommunikationseinrichtungen sowie andere gestaltete Lebensbereiche für Menschen mit Behinderung in der allgemein üblichen Weise, ohne besondere Erschwernis und grundsätzlich ohne fremde Hilfe zugänglich und nutzbar sind.
App
Ist eine Abkürzung für den Fachbegriff Applikation (App) und bezeichnet eine Anwendungssoftware, die für mobile Endgeräte, wie Smartphone oder Tablet-PC entwickelt wurde. Apps können als Zusatzsoftware auf mobilen Endgeräten installiert werden und erweitern dadurch deren Funktionsumfang. Je nach Betriebssystem kann der Nutzer auf eine Vielzahl von mobilen Applikationen auf dem vom Betriebssystem bereitgestellten Marktplatz kostenpflichtig oder kostenlos zugreifen.
Motorisierter Individualverkehr Als motorisierter Individualverkehr (MIV) wird die Nutzung von Pkw und Krafträdern im Personenverkehr bezeichnet. Der MIV, als eine Art des Individualverkehrs (IV), eignet sich besonders für größere Distanzen und alle Arten von Quelle-Ziel-Beziehungen, da dieser zeitlich als auch räumlich eine hohe Verfügbarkeit aufweist. Verkehrsmittel des MIV werden von einer einzelnen Person oder einem beschränkten Personenkreis eingesetzt. Der Nutzer ist bezüglich der Bestimmung von Fahrweg, Ziel und Zeit frei (örtliche, zeitliche Ungebundenheit des MIV).
Öffentlicher Personennahverkehr
Der öffentliche Personennahverkehr ist juristisch im Personenbeförderungsgesetz (PBefG) definiert. Laut Paragraf 8, Absatz 1 und 2 umfasst der ÖPNV "die allgemein zugängliche Beförderung von Personen mit Straßenbahnen, Obussen und Kraftfahrzeugen im Linienverkehr, die überwiegend dazu bestimmt sind, die Verkehrsnachfrage im Stadt-, Vorort- oder Regionalverkehr zu befriedigen". Taxen oder Mietwagen können dieses Angebot ersetzten, ergänzen oder verdichten.
Der Begriff ÖPNV bezieht sich in der Regel auf Strecken mit einer gesamten Reiseweite von weniger als 50 Kilometern oder einer gesamten Reisezeit von weniger als einer Stunde. Das in einer Stadt oder Region erforderliche Nahverkehrsangebot und dessen Eignung hinsichtlich Nachhaltigkeit und Klimaschutz wird in einem Nahverkehrsplan definiert und festgehalten.

Auszug aus dem Forschungs-Informations-System (FIS) des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur

https://www.forschungsinformationssystem.de/?554395

Gedruckt am Sonntag, 19. Mai 2024 03:56:48