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Aspekte der Verkehrssicherheit von Radschnellwegen

Erstellt am: 03.06.2019 | Stand des Wissens: 03.06.2019
Ansprechpartner
TU Dresden, Professur für Integrierte Verkehrsplanung und Straßenverkehrstechnik, Prof. Dr.-Ing. Regine Gerike

Internationale Beispiele zeigen, dass bei hohem Verkehrsaufkommen und angemessener Verkehrsqualität insbesondere auch in Bezug auf die Verkehrssicherheit hohe Ausbaustandards gewählt werden sollten. Diese Überlegungen führen dazu, dass eine Kapazitätsbemessung für Radschnellwege künftig als Grundlage für die Auswahl eines geeigneten Ausbaustandards erforderlich werden kann. Verfahren zur Kapazitätsbemessung im Radverkehr liegen zum Zeitpunkt der Erstellung dieser Wissenslandkarte noch nicht in zufriedenstellendem Maße vor, sind aber in Entwicklung.

Um die verkehrssichere Abwicklung von Verkehrsvorgängen auf Radschnellwegen zu gewährleisten, ist der Knotenpunktgestaltung eine besondere Bedeutung beizumessen. Weiterhin sind im Winter Radschnellwege von Schnee und Eis, im Herbst von feuchtem Laub, im Frühjahr von Streugut und ganzjährig von abgebrochenen Ästen freizuhalten.

Grundsätzlich kann davon ausgegangen werden, dass das subjektive Sicherheitsempfinden auf Radschnellwegen gegenüber anderer Führungsformen des Radverkehrs höher ist. Jedoch ist aus der Charakteristik von Einmündungen, Knotenpunkten et cetera mit Konflikten zu rechnen. Beispielsweise wird in der Schweiz im städtischen Umfeld der Einrichtungsradweg dem Zweirichtungsradweg aus Gründen der Verkehrssicherheit vorgezogen [Bake17].
Ansprechpartner
TU Dresden, Professur für Integrierte Verkehrsplanung und Straßenverkehrstechnik, Prof. Dr.-Ing. Regine Gerike
Zugehörige Wissenslandkarte(n)
Einsatz von Radschnellwegen (Stand des Wissens: 24.06.2019)
https://www.forschungsinformationssystem.de/?499833
Literatur
[Bake17] Schweizerische Eidgenossenschaft, Eidgenössiches Departement für Verkehr, Umwelt, Energie und Kommunikation UVEK , Bundesamt für Straßen (Hrsg.) Hinweise für die Planung von Veloschnellrouten ("Velobahnen") in Städten und Agglomerationen , 2017/03
Glossar
Verkehrsaufkommen Das Verkehrsaufkommen beschreibt die Anzahl der zurückgelegten Wege, beförderten Personen oder Güter pro Zeiteinheit. Im Unterschied dazu bezieht sich das spezifische Verkehrsaufkommen auf zurückgelegte Wege und beschreibt die mittlere Anzahl der Ortsveränderungen pro Person und Zeiteinheit.

Auszug aus dem Forschungs-Informations-System (FIS) des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur

https://www.forschungsinformationssystem.de/?499452

Gedruckt am Freitag, 7. August 2020 20:44:14