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Technisch-biologische Ufersicherungsmaßnahmen - Quantifizierung ihrer Belastbarkeit und Möglichkeiten ihrer Anwendung an Binnenwasserstraßen

Erstellt am: 07.03.2018 | Stand des Wissens: 07.03.2018
Auftraggeber / Förderer:   Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur
Auftragnehmer:   Bundesanstalt für Wasserbau
Projektkoordination:   Fleischer, Petra
Projektnummer:   B3952.04.04.10151
Projektvolumen:   > 1.000.000
Laufzeit:   2006/01 bis 2017/12
Projektstand:   laufend
Raumbezug:   Bundesrepublik Deutschland
Veröffentlichung:   [Fl18] Technisch-biologische Ufersicherungsmaßnahmen - Quantifizierung ihrer Belastbarkeit und Möglichkeiten ihrer Anwendung an Binnenwasserstraßen
Problemstellung und Ziel
Um die Ufer von Binnenwasserstraßen dauerhaft vor Erosionen und anderen negativen Auswirkungen infolge hydraulischer Belastung aus Schifffahrt zu schützen, werden diese in der Regel mit technischen Deckwerken aus Steinschüttungen oder Spundwänden gesichert. Grundlage der Anwendung ist ein breites Regelwerk der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes (WSV). Seit Inkrafttreten der Europäischen Wasserrahmenrichtlinie (WRRL) im Jahr 2000 erhalten ökologische Gesichtspunkte bei allen Aus- und Neubaumaßnahmen sowie Unterhaltungsarbeiten an Wasserstraßen zunehmend einen größeren Stellenwert. Dementsprechend sind verstärkt naturnahe, technisch-biologische Ufersicherungen als Alternative zur klassischen Steinschüttung anzuwenden. Für deren Einsatz an Wasserstraßen gibt es bisher allerdings nur sehr wenig Erfahrungen und auch keine Regelwerke. Aus diesem Grund werden seit einigen Jahren in einem Gemeinschaftsprojekt der Bundesanstalt für Wasserbau (BAW) und der Bundesanstalt für Gewässerkunde (BfG) Untersuchungen zur hydraulischen Belastbarkeit alternativer technisch-biologischer Ufersicherungen unter Berücksichtigung der Schifffahrt mit dem Ziel durchgeführt, Anwendungsempfehlungen und Bemessungsgrundlagen für deren Einsatz an Binnenwasserstraßen zu erarbeiten.

Bedeutung für die WSV
Mit den Untersuchungsergebnissen werden dem planenden Ingenieur der WSV sukzessiv fundierte Grundlagen zur Anwendung von technisch-biologischen Ufersicherungen zur Verfügung gestellt. Damit steht eine wichtige Entscheidungshilfe zur Verfügung, wenn im Rahmen von Bau- und Unterhaltungsmaßnahmen anstelle konventioneller Ufersicherungen alternative Sicherungsmaßnahmen durchgeführt werden sollen. Im Rahmen der Umsetzung der WRRL an Binnenwasserstraßen können Vorschläge der Länder zu ökologischen Uferumgestaltungen auf dieser Grundlage beurteilt und geprüft werden.

Untersuchungsmethoden
Das Projekt ist eine Gemeinschaftsarbeit der Referate Erdbau und Uferschutz (federführend) und Schiff/Wasserstraße, Naturuntersuchungen, bei Bedarf auch Flusssysteme der BAW sowie der Referate Landschaftspflege/Vegetationskunde und Tierökologie der BfG.
Folgende Untersuchungsmethoden kommen zur Anwendung:
Sichten und Bewerten vorhandener Literatur und praktischer Erfahrungen der WSV,
Durchführung von Naturmessungen und Untersuchungen in bestehenden und neu anzulegenden Versuchsstrecken,
Ermittlung der maßgebenden technischen und biologischen Randbedingungen sowie hydraulischen Uferbelastungen infolge Schifffahrt,
Ermittlung der Belastbarkeit der in den Versuchsstrecken getesteten Ufersicherungen,
Durchführung und Auswertung von Labor- und Modellversuchen,
Auswertung der Gesamtergebnisse, Formulierung von Bemessungsansätzen.
Ansprechpartner
Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur
Bundesanstalt für Wasserbau
Literatur
[Fl18] Fleischer, Petra Technisch-biologische Ufersicherungsmaßnahmen - Quantifizierung ihrer Belastbarkeit und Möglichkeiten ihrer Anwendung an Binnenwasserstraßen, Karlsruhe, 2018/02, Online-Referenz http://www.baw.de/DE/service_wissen/publikationen/forschung_xpress/forschung_xpress.html

Auszug aus dem Forschungs-Informations-System (FIS) des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur

https://www.forschungsinformationssystem.de/?481715

Gedruckt am Montag, 20. Mai 2019 10:27:39