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Chemischer Angriff auf geotechnische Elemente

Erstellt am: 28.02.2018 | Stand des Wissens: 28.02.2018
Auftraggeber / Förderer:   Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur
Auftragnehmer:   Bundesanstalt für Wasserbau
Projektkoordination:   Heidenreich, Fabian
Projektnummer:   B3952.02.04.70006
Projektvolumen:   < 500.000
Laufzeit:   2017/01 bis 2023/12
Projektstand:   laufend
Raumbezug:   Bundesrepublik Deutschland
Veröffentlichung:   [He17] Chemischer Angriff auf geotechnische Elemente
Aktuell gibt es bei den laufenden Projekten der Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes (WSV) immer wieder Schwierigkeiten, die Auswirkungen eines chemischen Angriffs auf den Mörtel- bzw. Beton bei geotechnischen Elementen wie Verpressankern, Kleinverpresspfählen und Betonpfählen bezüglich deren dauerhafter Tragfähigkeit realistisch zu bewerten und angemessene Anforderungen an Baustoffe und Bauweisen festzulegen. Exemplarisch seien hier nur die Einwirkungen infolge Ammonium bei der 5. Schleuse Brunsbüttel, infolge kalklösender Kohlensäure an der DEK Nordstrecke und an der Stadtstrecke Oldenburg sowie infolge Sulfat an den Staustufen Besigheim und Hessigheim aufgeführt. Die in der Literatur und teilweise auch im Regelwerk und in Zulassungen beschriebenen Lösungsansätze sind zumeist entweder nicht praxistauglich oder aufgrund der gewählten Randbedingungen bei den dokumentierten Modellversuchen nicht ausreichend realitätsnah. Im Rahmen eines in drei Teile zu gliedernden Gesamtvorhaben soll folgenden Fragestellungen nachgegangen werden:
  1. Einwirkungen: In welcher Konzentration wirken chemischen Substanzen aus Böden und Wässern dauerhaft auf die geotechnischen Elemente ein? (Bearbeitung: G3)Widerstand:
  2. Wie verhalten sich Mörtel bzw. Beton der geotechnischen Elemente bei unterschiedlichen Einwirkungen? Wie kann der Widerstand zielsicher und dauerhaft beeinflusst werden? (Bearbeitung: B3, B2)
  3. Tragverhalten: Welche Auswirkungen auf das Tragverhalten haben Veränderungen am Mörtel bzw. Beton geotechnischer Elemente infolge eines chemischen Angriffs? (Bearbeitung: G2)
Die genannten Fragestellungen sollen angesichts des Umfangs und der Komplexität in drei getrennten FuE-Vorhaben bearbeitet werden. Das vorliegende FuE-Vorhaben soll sich mit Themenschwerpunkt 3 (Grenztragfähigkeit) befassen.
Ansprechpartner
Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur
Bundesanstalt für Wasserbau
Literatur
[He17] Heidenreich, Fabian Chemischer Angriff auf geotechnische Elemente, Karlsruhe, 2017/10, Online-Referenz http://www.baw.de/DE/service_wissen/publikationen/forschung_xpress/forschung_xpress.html

Auszug aus dem Forschungs-Informations-System (FIS) des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur

https://www.forschungsinformationssystem.de/?481190

Gedruckt am Mittwoch, 22. Mai 2019 08:51:19