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Beispiele für die Förderung des multi- und intermodalen Verkehrs

Erstellt am: 21.06.2011 | Stand des Wissens: 01.03.2019
Ansprechpartner
TU Dresden, Professur für Integrierte Verkehrsplanung und Straßenverkehrstechnik, Prof. Dr.-Ing. Regine Gerike

Beispiele für die Förderung multi- und intermodaler Mobilität sind grundsätzlich alle Maßnahmen, die günstige Bedingungen für die Kombination mehrerer Verkehrsmittel schaffen, und alle Angebote, die dem Verkehrsteilnehmer einen Zugewinn an Autonomie und Flexibilität bieten und die Zugänglichkeit erhöhen [Fran04, S. 105].
Ausgewählte Beispiele für die Förderung multi- und intermodalen Verkehrsverhaltens sind die Folgenden:
  • Carsharing (siehe dazu auch die Wissenslandkarte "Carsharing" hier im Forschungsinformationssystem),
  • Betriebliches Mobilitätsmanagement (siehe dazu auch die Wissenslandkarte "Betriebliches Mobilitätsmanagement" hier im Forschungsinformationssystem),
  • Familienfreundlicher autofreier Stadtteil Vauban in Freiburg und
  • Neubürgerberatung zur Stärkung des Umweltverbundes in München [Muen19].
Weitere Fallbeispiele für eine erfolgreiche Förderung des Umweltverbundes sind dem Leitfaden "Interdependenzen zwischen Fahrrad und ÖPNV" zu entnehmen [LeitfInterde10].
Ansprechpartner
TU Dresden, Professur für Integrierte Verkehrsplanung und Straßenverkehrstechnik, Prof. Dr.-Ing. Regine Gerike
Zugehörige Wissenslandkarte(n)
Förderung des multi- und intermodalen Personenverkehrs (Stand des Wissens: 01.03.2019)
https://www.forschungsinformationssystem.de/?354205
Literatur
[Fran04] Franke, S. Die "neuen Multimodalen" - Bedingungen eines multimodalen Verkehrsverhaltens, veröffentlicht in Internationales Verkehrswesen, Ausgabe/Auflage Heft-Nr. 3, 2004/03
[LeitfInterde10] TU Dresden, Lehrstuhl Verkehrs- und Infrastrukturplanung, Prof. Dr.-Ing. G.-A. Ahrens, Ahrens, G.-A., Aurich, T., Böhmer, T., Klotzsch, J. Leitfaden Interdependenzen zwischen Fahrrad- und ÖPNV-Nutzung , 2010/01
[Muen19] Landeshauptstadt München - Kreisverwaltungsreferat, Landeshauptstadt München, Kreisverwaltungsreferat (KVR), Hauptabteilung III Straßenverkehr, Verkehrsmanagement, Mobillität und Stadtentwicklung (Hrsg.) Mobilitätsberatung für Neubürger, 2019
Glossar
Umweltverbund
Unter dem Begriff Umweltverbund wird die Kooperation der umweltfreundlichen Verkehrsmittel verstanden. Hierzu zählen der öffentliche Personennahverkehr (ÖPNV: Bahnen und Busse), Fahrrad und zu Fuß gehen. Carsharing eignet sich als ÖPNV-ergänzendes Verkehrsmittel und ist ein wichtiger Baustein des Umweltverbundes (4. Säule des Umwelt-/Mobilitätsverbundes).
In neueren Publikationen (ab etwa 2010) wird zunehmend vom Mobilitätsverbund gesprochen.
Carsharing
Der Begriff CarSharing stammt aus dem Englischen (car= Auto, to share= teilen) und kann sinngemäß mit der Bedeutung "Auto teilen" übersetzt werden. Er beschreibt die organisierte, gemeinschaftliche Nutzung von Kraftfahrzeugen, die meist von Unternehmen gegen Gebühr bereitgestellt werden.
Durch einen Rahmenvertrag oder eine Vereinsmitgliedschaft erhalten Kunden flexiblen Zugriff auf alle Kfz eines Anbieters. Die Fahrzeuge können über eine Webseite oder über eine Smartphone-App gebucht werden. Geöffnet werden sie in der Regel mit Hilfe von Chipkarten oder durch ein Zugangscode vermittelt über die Smartphone-App.
Bei dem System des stationsbasierten CarSharing stehen die Fahrzeuge auf reservierten Stellplätzen und werden nach der Nutzung auch wieder dorthin zurückgebracht. Ein anderes Modell ist das free-floating CarSharing. Hier stehen die Fahrzeuge in einem definierten Operationsgebiert verteilt. Sie können per Smartphone geortet werden und nach der Nutzung auf einem beliebigen Stellplatz innerhalb des Operationsgebiets zurückgegeben werden.

Auszug aus dem Forschungs-Informations-System (FIS) des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur

https://www.forschungsinformationssystem.de/?354152

Gedruckt am Donnerstag, 24. September 2020 02:49:03