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Auswirkungen von Lastzugkombinationen auf die Befahrbarkeit von Einmündungen

Erstellt am: 02.10.2007 | Stand des Wissens: 17.05.2020
Ansprechpartner
Technische Universität Hamburg, Institut für Logistik und Unternehmensführung, Prof. Dr. Dr. h.c. W. Kersten

In der Studie der Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt) sind für die Überprüfung der Befahrbarkeit von Einmündungen durch Lastzugkombinationen vier Varianten von Einmündungen untersucht worden. Diese Varianten unterscheiden sich hinsichtlich der Hauptbogenradien, der Fahrstreifenbreiten in der untergeordneten Straße sowie ihrer baulichen Ausführung (mit oder ohne Fahrbahnteiler) und entsprechen hinsichtlich der Eckausrundungen sowie der Ein- und Ausfahrquerschnitte den technischen Regelwerken [BASt07c, S. 70]. Die Trassierungsparameter der vier Varianten sind in der Abbildung 1 dargestellt.
Trassierung EinmuendungsvariantenAbbildung 1: Trassierungsparameter von vier verschiedenen Einmündungsvarianten [BASt07c, S. 70] (Grafik zum Vergrößern bitte anklicken)

In der Studie wird festgestellt, dass alle im Synthesebericht 'Auswirkungen von Lastzugkombinationen auf die Befahrbarkeit von Verkehrsanlagen' mittels Simulation untersuchten Lastzugkombinationsvarianten (ohne Nachlauflenkachse) beim Rechtseinbiegen und Rechtsabbiegen Flächen im Nachbarfahrstreifen mitbenutzt werden müssen" (siehe Abbildungen 2 und 3) [BASt07c, S. 70].
Beim Rechtseinbiegen (von der untergeordneten Straße (ugo-Str.) in die übergeordnete Straße (ügo-Str.)) sind alle Fahrzeugvarianten in der Lage die Einmündungen zu befahren. Dabei sind alle vier Lastzugkombinationen auf die mehr oder mindere starke Mitbenutzung der benachbarten Fahrstreifen angewiesen (vgl. Abbildung 2). Vor allem muss bei der Einmündungsvariante eins zusätzlich der Seitenräume mit befahren werden [BASt07c, S. 71].

Flaecheninanspruchnahme RechtseinbiegenAbbildung 2: Flächeninanspruchnahme im Nachbarfahrstreifen der unter- und übergeordneten Straße beim Rechtseinbiegen bei vier verschiedenen Varianten (Angaben in Meter [BASt07c] (Grafik zum Vergrößern bitte anklicken)

Beim Rechtsabbiegen (von der übergeordneten Straße (ügo-Straße) in die untergeordnete Straße (ugo-Straße)) werden aufgrund der größeren Eckausrundungen weniger Flächen in den Nachbarfahrstreifen in Anspruch genommen als beim Rechtseinbiegen. Wie groß diese Flächeninanspruchnahme bei den jeweiligen Varianten ist, zeigt die Abbildung 3. Wenn im Kurveninnenbereich der Fahrbahnrand nicht überfahren werden soll, benötigt nur die Lastzugkombination zwei zusätzliche Flächen in der übergeordneten Straße [BASt07c].
Flaecheninanspruchnahme RechtsabbiegenAbbildung 3: Flächeninanspruchnahme im Nachbarfahrstreifen der unter- und übergeordneten Straße für das Fahrmanöver Rechtsabbiegen (Angaben in Meter) [BASt07c, S. 72] (Grafik zum Vergrößern bitte anklicken)
Ansprechpartner
Technische Universität Hamburg, Institut für Logistik und Unternehmensführung, Prof. Dr. Dr. h.c. W. Kersten
Zugehörige Wissenslandkarte(n)
Auswirkungen von Lastzugkombinationen auf die Befahrbarkeit von Verkehrsanlagen (Stand des Wissens: 08.03.2019)
https://www.forschungsinformationssystem.de/?232959
Literatur
[BASt07c] Glaeser, Klaus-Peter, Dr. , Kaschner, Rolf , Lerner, Markus , Roder, Kurt , Weber, Roland , Wolf, Andreas , Zander, Ulf , Weber, Roland, Dr.-Ing. Auswirkungen von neuen Fahrzeugkonzepten auf die Infrastruktur des Bundesfernstraßennetzes, Ausgabe/Auflage Schlussbericht, Langfassung (2. Auflage), 2006/11
Glossar
BASt Bundesanstalt für Straßenwesen

Auszug aus dem Forschungs-Informations-System (FIS) des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur

https://www.forschungsinformationssystem.de/?236934

Gedruckt am Freitag, 5. Juni 2020 15:42:19