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Fluggastbrücken

Erstellt am: 07.04.2004 | Stand des Wissens: 19.12.2018
Synthesebericht gehört zu:
Ansprechpartner
TU Dresden, Professur für Kommunikationswirtschaft, Prof. Dr. Ulrike Stopka

Fluggastbrücken verbinden das Luftfahrzeug über die Kabinentüren mit dem Terminal eines Flugplatzes. Diese Passagierbrücken, auch als Finger oder Fingerdocks bezeichnet, bieten den Passagieren und dem Personal einen komfortablen und zeitsparenden Einstieg ins Luftfahrzeug. Neben dem Vorteil, dass die Personen keinen Witterungseinflüssen ausgesetzt sind, bietet dieses Verfahren mehr Sicherheit gegenüber Verletzungsgefahren auf dem Vorfeld. Alternativen sind der Transport der Passagiere mit dem Vorfeldbus oder zu Fuß zum Luftfahrzeug. Die nose-in Parkanordnung hat sich bei den Luftfahrzeugstandplätzen am Terminal durchgesetzt. Vorteilhaft ist die Verwendung automatischer Lichtsignalsysteme zum Andocken an das Flugplatzgebäude, die den Personalaufwand reduziert. Steht das Luftfahrzeug auf einer exakten Parkposition kann die teilbewegliche Fluggastbrücke an das Luftfahrzeug herangefahren werden.

Da Fluggastbrücken baulich für größere Luftfahrzeuge konzipiert sind, sind die Stellflächen sogenannter Gate-Positionen für kleinere Regionalverkehrsflugzeuge ungeeignet. Nur selten werden zwei Fluggastbrücken an ein Luftfahrzeug herangefahren. Die Zahl der verwendeten Luftfahrzeugtüren zum Ein- und Aussteigen der Passagiere hat direkte Auswirkung auf die Boardingzeiten. Für Großraumflugzeuge wie den Airbus A380 ist eine Anpassung der Terminalinfrastruktur erforderlich. Die Sitzplatzkonfiguration der Standardversion mit 555 Fluggästen auf zwei Decks macht den Einsatz von Fluggastbrücken in beiden Ebenen erforderlich. Somit können die Ein- und Ausstiegszeiten bei 15 beziehungsweise 25 Minuten gehalten werden. Bis zu drei Brücken können an einer Rumpfseite herangefahren werden. [Air04a, S. 5-2-1 ff.]


Ansprechpartner
TU Dresden, Professur für Kommunikationswirtschaft, Prof. Dr. Ulrike Stopka
Zugehörige Wissenslandkarte(n)
Anforderungen an die Flughafenbereiche (Stand des Wissens: 10.01.2019)
https://www.forschungsinformationssystem.de/?165056
Literatur
[Air04a] k. A. A380 Airplane Characteristics For Airport Planning, Airbus S.A.S., 31707 Blagnac Cedex, Frankreich, 2004/01
Weiterführende Literatur
[Mens13a] Mensen, Heinrich Planung, Anlage und Betrieb von Flugplätzen, Ausgabe/Auflage 2. Auflage, Springer-Verlag Berlin Heidelberg, 2013/03, ISBN/ISSN 978-3-642-25861-9

Auszug aus dem Forschungs-Informations-System (FIS) des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur

https://www.forschungsinformationssystem.de/?80587

Gedruckt am Dienstag, 24. Mai 2022 23:58:56