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Nutzung elektronischer Geräte an Bord von Luftfahrzeugen

Erstellt am: 13.10.2003 | Stand des Wissens: 06.12.2018
Ansprechpartner
TU Dresden, Professur für Integrierte Verkehrsplanung und Straßenverkehrstechnik, Prof. Dr.-Ing. Regine Gerike

Wie in anderen Bereichen des Alltags auch wünschen sich Passagiere an Bord von Luftfahrzeugen die Möglichkeit, elektronische Geräte zu Arbeits- oder Unterhaltungszwecken nutzen zu können. Die Palette reicht dabei von Notebooks über Tablets bis hin zu Smartphones.

Jedoch müssen aufgrund der hohen Sicherheitsanforderungen bezüglich der Nutzung elektronischer Geräte an Bord jedoch Einschränkungen gemacht werden. Dies ist unter anderem darin begründet, dass flugbetriebsrelevante Elektrik und Elektronik störanfällig gegenüber elektromagnetischen Fremdfeldern sein kann. Insbesondere elektronische Systeme älterer Flugzeugtypen sind empfindlicher gegenüber dem Einfluss dieser elektromagnetische Strahlung.

Untersuchungen haben ergeben, dass die von aktuellen Geräten der Consumer-Electronic ausgehende Strahlung in der Regel keine Störungen an der Bordelektronik der Flugzeuge verursacht [Muel02]. Lediglich Mobiltelefone können jedoch aufgrund ihrer hohen Sendeleistung die Bordelektronik in nennenswertem Umfang stören [CAA03].

Der Gesetzgeber trägt diesen Tatsachen Rechnung, dass der Betrieb von elektronischen Geräten mit Zustimmung der Besatzung erlaubt ist. Mobiltelefone müssen jedoch ab dem Losrollen des Flugzeuges von der Parkposition in jedem Falle ausgeschaltet sein.

Konkret ist dies so geregelt, dass nach dem Luftverkehrsgesetz § 27 Abs. 3 Satz 1 [LuftVG] der Betrieb von elektronischen Geräten, die nicht als Luftfahrtgerät zugelassen sind und Störungen der Bordelektronik verursachen können, in Luftfahrzeugen nicht zulässig ist. Durch die Rechtsverordnung zur Regelung des Betriebes von nicht als Luftfahrtgerät zugelassenen elektronischen Geräten in Luftfahrzeugen (Luftfahrzeug-Elektronik-Betriebs-Verordnung [LuftEBV] werden zulässige Geräte, die von dem Betriebsverbot nach dem Luftverkehrsgesetz ausgenommen sind, benannt.
Ansprechpartner
TU Dresden, Professur für Integrierte Verkehrsplanung und Straßenverkehrstechnik, Prof. Dr.-Ing. Regine Gerike
Zugehörige Wissenslandkarte(n)
Sicherheitsaspekte im Flugbetrieb (Stand des Wissens: 27.02.2019)
https://www.forschungsinformationssystem.de/?87967
Literatur
[CAA03] Civil Aviation Authority (CAA) Effects of Interference from Cellular Telephones on Aircraft Avionic Equipment, CAA / Gatwick Airport, 2003/04/20
[Muel02] Müller, Klaus, Dr.-Ing. Nutzung elektronischer Geräte an Bord von Luftfahrzeugen, IABG / Ottobrunn, 2002/03/31
Rechtsvorschriften
[LuftEBV] Verordnung zur Regelung des Betriebes von nicht als Luftfahrtgerät zugelassenen elektronischen Geräten in Luftfahrzeugen (Luftfahrzeug-Elektronik-Betriebs-Verordnung - LuftEBV)
[LuftVG] Luftverkehrsgesetz (LuftVG)
Glossar
Palette Eine Palette ist ein Ladungsträger, auf dem eine größere Anzahl von Transportgütern zu gleichartigen (unifizierten) Ladungseinheiten zusammengefasst werden kann. Durch Normierung von Bauart und Größe jeweils verwendeter Paletten sowie korrespondierender Transport-, Umschlags- oder Lagersysteme lassen sich anfallende logistische Prozesse sowohl in zeitlicher als auch monetärer Hinsicht rationalisieren.

Auszug aus dem Forschungs-Informations-System (FIS) des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur

https://www.forschungsinformationssystem.de/?60552

Gedruckt am Samstag, 4. April 2020 16:52:22