Forschungsinformationssystem des BMVI

zurück Zur Startseite FIS

Einfluss der Korrosion auf die Ermüdungsfestigkeit

Erstellt am: 28.02.2018 | Stand des Wissens: 28.02.2018
Auftraggeber / Förderer:   Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur
Auftragnehmer:   Bundesanstalt für Wasserbau
Projektkoordination:   Hesse, Thomas
Projektnummer:   B3951.02.04.70005
Projektvolumen:   < 100.000
Laufzeit:   2013/04 bis 2017/07
Projektstand:   abgeschlossen
Raumbezug:   Bundesrepublik Deutschland
Veröffentlichung:   [He17a] Einfluss der Korrosion auf die Ermüdungsfestigkeit
Stahlwasserbauteile sind ihrer Bestimmung entsprechend, im Normalfall, einer permanenten Belastung durch Süß- oder Seewasser ausgesetzt. Die praktische Erfahrung zeigt, dass bei Stahlwasserbauteilen der Korrosionsschutz nicht über die gesamte Lebensdauer in einem einwandfreien Zustand ist, sondern dass es insbesondere im Bereich von Kanten, Ecken, Anschlüssen und Schweißdetails zu Korrosionsschäden kommt. Diese Schäden können auf Grund der Lage der Bauteile häufig nicht zeitnah erkannt und repariert werden.

Die für die Bemessung maßgebliche, im Jahr 2012 neu eingeführte DIN EN 1993-1-9 berücksichtigt den Einfluss von Korrosion bei den Ermüdungsfestigkeitsnachweisen nicht. Im Rahmen dieses FuE-Projektes soll der Einfluss der Korrosion auf die Ermüdungsfestigkeit ermittelt werden. Außerdem wird geprüft, ob die Bemessungsregeln DIN EN 1993-1-9 für die Ermüdungsfestigkeit für Stahlwasserbauteile mit möglichen Korrosionsschäden zutreffend und ausreichend sind.

Im Bereich der Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes (WSV) gibt es zahlreiche ermüdungsbeanspruchte Stahlwasserbaukonstruktionen (Schleusentore), die sich dauerhaft im Wasser bzw. im Wasserwechselbereich befinden. Die Ermittlung des Korrosionseinflusses auf die Ermüdungsfestigkeit von Stahlwasserbauverschlüssen ist sowohl für die Bewertung von bestehenden Verschlüssen als auch bei der Planung von Neubauten wichtig.

Die Ermüdungsfestigkeit durch Korrosion geschädigter Probekörper soll durch Schwingversuche verifiziert werden. Die entsprechenden Probekörper werden aus Blechen gewonnen, die über einen Zeitraum von zwei Jahren unter für den Stahlwasserbau üblichen Umgebungsbedingungen (ungünstigster Fall: Wasserwechselbereich) gelagert werden.

Diese Bleche werden partiell ohne Korrosionsschutz ausgeführt, womit Schadstellen in realen Stahlwasserbaukonstruktionen simuliert werden.
Ansprechpartner
Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur
Bundesanstalt für Wasserbau
Literatur
[He17a] Hesse, Thomas Einfluss der Korrosion auf die Ermüdungsfestigkeit, Karlsruhe, 2017/11, Online-Referenz http://www.baw.de/DE/service_wissen/publikationen/forschung_xpress/forschung_xpress.html

Auszug aus dem Forschungs-Informations-System (FIS) des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur

https://www.forschungsinformationssystem.de/?481276

Gedruckt am Mittwoch, 22. Mai 2019 09:37:24