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Passierbarkeit von Sonderbauwerken in Fischaufstiegsanlagen

Erstellt am: 28.02.2018 | Stand des Wissens: 28.02.2018
Auftraggeber / Förderer:   Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur
Auftragnehmer:   Bundesanstalt für Wasserbau
Projektkoordination:   Henning, Dr.-Ing. Martin
Projektnummer:   B3953.01.04.70006
Projektvolumen:   < 1.000.000
Laufzeit:   2015/06 bis 2021/12
Projektstand:   laufend
Raumbezug:   Bundesrepublik Deutschland
Veröffentlichung:   [HeCz17] Passierbarkeit von Sonderbauwerken in Fischaufstiegsanlagen
1. Problemstellung und Ziel
Die Funktionsfähigkeit von Fischaufstiegsanlagen (FAA) hängt von der Auffindbarkeit und der Passierbarkeit ab. Neben den regulären Becken, für die bezüglich ihrer Anordnung und Dimensionierung bereits Bemessungsgrundlagen existieren, beinhalten fast alle Fischaufstiegsanlagen an BWaStr. Sonderbauwerke, für die keine Grundlagen existieren und für die die Passierbarkeit sichergestellt werden muss. Zur Verbesserung der Auffindbarkeit bei breiten Kraftwerkskanälen werden bspw. zusätzliche Einstiege angeordnet. Diese müssen durch Kanäle an die eigentliche FAA angeschlossen werden. Weiterer Untersuchungsbedarf ergibt sich bezüglich der Passierbarkeit der Becken, in denen mehrere Stränge der FAA, bspw. beim Anschluss verschiedener Einstiege, zusammengeführt werden und für Becken, die oberhalb der Einstiege angeordnet sind und in die ein Vielfaches des Durchflusses der FAA als Dotationswasser zugegeben werden muss, um eine gute Leitströmung ins Unterwasser zu gewährleisten. Da die Dimensionierung dieser Bauwerke für die Baugröße und Funktion einer Fischaufstiegsanlage von zentraler Bedeutung sind, ist es das Ziel des FuE-Vorhabens, Bemessungsgrundlagen zu erarbeiten, die es dem planenden Ingenieur erlauben, funktionsfähige Anlagen zu dimensionieren.

2. Bedeutung für die WSV
Im Zuge der Umsetzung der Europäischen Wasserrahmenrichtlinie und der Änderung des Wasserhaushaltsgesetzes fällt die Herstellung der ökologischen Durchgängigkeit und insbesondere des Fischaufstieges in den gesetzlichen Auftrag der WSV. Im Hinblick auf die Dringlichkeit der Maßnahmen, der großen Zahl von ca. 250 durchgängig zu gestaltenden Stauanlagen und der zumeist beengten Platzverhältnisse an den Stauanlagen, besteht ein großes Bedürfnis nach neuen Erkenntnissen und daraus abgeleiteten Bemessungskriterien für Fischaufstiegsanlagen an Bundeswasserstraßen.

3. Untersuchungsmethoden
Das FuE-Vorhaben ist in 3 Teilprojekte unterteilt. Innerhalb der einzelnen Teilprojekte kommen neben gegenständlichen Modelluntersuchungen und hydronumerischen Modelluntersuchungen auch ethohydraulische Versuche zur Anwendung.
Ansprechpartner
Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur
Bundesanstalt für Wasserbau
Literatur
[HeCz17] Henning, Dr.-Ing. Martin , Czerny, Dr.-Ing. Rebekka Passierbarkeit von Sonderbauwerken in Fischaufstiegsanlagen
, Karlsruhe, 2017/10, Online-Referenz http://www.baw.de/DE/service_wissen/publikationen/forschung_xpress/forschung_xpress.html

Auszug aus dem Forschungs-Informations-System (FIS) des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur

https://www.forschungsinformationssystem.de/?481216

Gedruckt am Dienstag, 21. Mai 2019 10:54:29