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Überprüfung der Signalverarbeitungsverfahren nach dem Prinzip der Mehrfachabtastung (HRM)

Erstellt am: 24.07.2017 | Stand des Wissens: 24.07.2017
Auftraggeber / Förderer:   Bundesanstalt für Straßenwesen
Auftragnehmer:   FKFS Forschungsinstitut für Kraftfahrwesen und Fahrzeugmotoren Stuttgart
Projektnummer:   04.213
Laufzeit:   bis 2015
Projektstand:   abgeschlossen
Webseite:   http://www.bast.de/DE/Publikationen/Berichte/unter ...
Raumbezug:   Bundesrepublik Deutschland
Veröffentlichung:   [NeWi15] Längsebenheitsmesssysteme - Überprüfung der Signalverarbeitungsverfahren nach dem Prinzip der Mehrfachabtastung (HRM)
Die messtechnische Erfassung der Längsebenheit ist Bestandteil der Zustandserfassung und -bewertung von Fahrbahnoberflächen der Bundesfernstraßen (ZEB). Zur Steigerung der Prozesssicherheit und Gewährleistung der Vergleichbarkeit unterschiedlicher Messsysteme wurde innerhalb dieses Forschungsprojektes ein einheitlicher Auswertealgorithmus zur Ermittlung des Höhenlängsprofils aus den Lasermessdaten entwickelt sowie Anforderungen an die Güte der verwendeten Sensorik abgeleitet.

Der entwickelte Auswertealgorithmus basiert auf dem TRRL LR 922, wobei anhand von theoretischen Überlegungen Vereinfachungen und Ergänzungen abgeleitet wurden, um unter anderem das HRM-Verfahren an das spezifische Messsystem anzupassen. Empfohlen wird eine Messbalkenlänge von 2m oder 4m. Die algorithmische Höhenlängsprofilbestimmung erfolgt anhand bereits auf ein 10-cm-Raster gemittelter Lasermesswerte und führt in einem abschließenden Schritt eine Trendbereinigung mit einer Grenzwellenlänge von 150m aus.

Zur Ableitung der Anforderungen an vorangehende Prozessschritte wurden existierende Messgeräte miteinander verglichen sowie virtuelle Messsysteme simuliert und eine Sensitivitätsanalyse durchgeführt. Anhand der Betrachtung gemessener Höhenlängsprofile konnten Rückschlüsse auf die zugrundeliegende Genauigkeit der Wegerfassung und der Spurtreue gezogen werden. Je nach Fahrbahneschaffenheit kann sich eine schlechte Spurtreue oder eine fehlerhafte Wegerfassung stärker auf die Genauigkeit des erfassten Höhenlängsprofils auswirken als der Einfluss des Einzelfehlers der Laserabstandsmessung.

Anhand typischer Eigenschaften der Fahrbahnlängsprofile (Unebenheit Phi_h und Welligkeit w) konnten Vorschläge für die Anforderungen an die Messtechnik abgeleitet werden. So ist eine Lasermessgenauigkeit von unter 0,1mm nicht erforderlich. Die Mittelung der Laserwerte über einen 10cm-Abschnitt erfordert nicht mehr als 10 Werte. Eine Fehlertoleranz der Wegerfassung von 1% ist für die Berechnung des Höhenlängsprofils ausreichend.
Ansprechpartner
Bundesanstalt für Straßenwesen
FKFS Forschungsinstitut für Kraftfahrwesen und Fahrzeugmotoren Stuttgart
Literatur
[NeWi15] FKFS Forschungsinstitut für Kraftfahrwesen und Fahrzeugmotoren Stuttgart, Jens Neubeck , Andreas Wiesebrock Längsebenheitsmesssysteme - Überprüfung der Signalverarbeitungsverfahren nach dem Prinzip der Mehrfachabtastung (HRM), Fachverlag NW in der Carl Schünemann Verlag GmbH, 2015/12, Online-Referenz http://bast.opus.hbz-nrw.de/frontdoor.php?source_opus=1634, ISBN/ISSN 978-3-95606-225-4
Glossar
Zustandserfassung und -bewertung
Die Zustandserfassung und -bewertung (ZEB) ist ein Verfahren zur Erfassung und Bewertung des aktuellen Zustands der Verkehrsinfrastruktur anhand festgelegter Merkmale. Sie bildet die Grundlage des Erhaltungsmanagements.

Auszug aus dem Forschungs-Informations-System (FIS) des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur

https://www.forschungsinformationssystem.de/?473019

Gedruckt am Dienstag, 21. Mai 2019 03:03:47