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Fördermöglichkeiten von Mobilitätsmanagement

Erstellt am: 24.04.2014 | Stand des Wissens: 11.07.2019
Ansprechpartner
TU Dresden, Professur für Integrierte Verkehrsplanung und Straßenverkehrstechnik, Prof. Dr.-Ing. Regine Gerike

Das Mobilitätsmanagement (MM) wird seit Beginn der 1990er als Instrument "entwickelt, erprobt und gefördert, auf breite Handlungsbereiche ausgedehnt und in die Verantwortung kommunaler" sowie privater Akteure gelegt. Trotz vorhandener Erfolge ist das MM noch nicht selbstverständlich. Damit der Ansatz des MM zu einem Erfolgsmodell werden kann, ist dessen ständige Weiterentwicklung und Förderung unumgänglich. Von zentraler Bedeutung für die Weiterentwicklung des Instruments (Abbildung 1) sind:
  • die Verbesserung der Wirksamkeit durch Integration in bauliche und infrastrukturelle Maßnahmen,
  • das Erhöhen der Reichweite von MM  durch Erschließung neuer Zielgruppen, Verbesserung rechtlicher und finanzieller Rahmenbedingungen sowie eine räumliche Ausdehnung auch auf Klein-und Mittelstädte und
  • die Integration in Stadtplanungsprozesse (zum Beispiel Verkehrsentwicklungsplanung) [REUT2014, S. 12]

Weiterentwicklung MM.pngAbbildung 1: Weiterentwicklung des Mobilitätsmanagements [nach REUT2014, S.12]

Beispielsweise können folgende konkrete Möglichkeiten zur weiteren Verbreitung des Mobilitätsmanagements beitragen:

  • Förderprogramme von Bund und Ländern,
  • formelle und informelle planerisch-strategische Verankerung von Mobilitätsmanagement,
  • institutionelle Verankerung des MM durch Wirtschaftsförderung, ÖPNV-Aufgabenträger, Stadtentwicklung und andere,
  • Auslobung von Wettbewerben und Preisverleihungen,
  • Audit- und Zertifizierungen,
  • Einsteiger- und Coaching-Programme sowie
  • steuerrechtliche Behandlung von Fahrtkostenzuschüssen und Stellplätzen: hier bestehen grundsätzlich diverse Anreizmöglichkeiten zur Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel.


Ansprechpartner
TU Dresden, Professur für Integrierte Verkehrsplanung und Straßenverkehrstechnik, Prof. Dr.-Ing. Regine Gerike
Zugehörige Wissenslandkarte(n)
Mobilitätsmanagement (Stand des Wissens: 12.07.2019)
https://www.forschungsinformationssystem.de/?20082
Literatur
[REUT2014] Ulrike Reutter Mobilitätsmanagement: ein Beitrag zur Gestaltung einer nachhaltigen Mobilität, veröffentlicht in Handbuch der kommunalen Verkehrsplanung, Ausgabe/Auflage 69. Ergänzungs-Lieferung, Herbert Wichmann Verlag, 2014/05, ISBN/ISSN 978-3-87907-400-6
Weiterführende Literatur
[ILS2012] Mechtild Stiewe, Ulrike Reutter (Hrsg.) Mobilitätsmanagement
Wissenschaftliche Grundlagen und Wirkungen in der Praxis, Ausgabe/Auflage 1. Auflage, Klartext Verlag, Essen, 2012/08, ISBN/ISSN 978-3-8375-0474-3
[uba01] Planungsgesellschaft Verkehr Köln, Hoppe, R. Mobilitätsmanagement zur Bewältigung kommunaler Verkehrsprobleme, Ausgabe/Auflage 1, 2001
[FGSV95c] FGSV-Arbeitskreis 1.6.11 Mobilitätsmanagement Öffentlicher Personennahverkehr - Mobilitätsmanagement - ein neuer Ansatz zur Umweltschonenden Bewältigung für Verkehrs-probleme - FGSV-Arbeitspapier 38, veröffentlicht in FGSV-Arbeitspapiere, FGSV-Verlag, 1995
Glossar
Aufgabenträger
Die Aufgabenträger des öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) sind nach dem Regionalisierungsgesetz des Bundes und den Nahverkehrsgesetzen der Länder kreisfreien Städten, Kreisen, Zweckverbänden, Verkehrsverbünden und Bundesländern, die für die Planung, Organisierung und Finanzierung des ÖPNV verantwortlich sind.
Aufgabenträger für den schienengebundenen Personennahverkehr (SPNV) sind die Länder, die diese Aufgaben an Gesellschaften oder Zweckverbände delegieren können.

Auszug aus dem Forschungs-Informations-System (FIS) des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur

https://www.forschungsinformationssystem.de/?429878

Gedruckt am Freitag, 3. Juli 2020 11:58:21