Forschungsinformationssystem des BMVI

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Eisenbahn-Bundesamt

Änderungsdatum: 20.09.2017
Kurzname: EBA
Anschrift: Heinemannstraße 6 53175 Bonn
Telefon: 0228 - 9826-0
Fax: 0228 - 9826-119
E-Mail: forschung@eba.bund.de
Webseite: www.eba.bund.de
Ansprechpartner: Boehmer, Ariane
Telefon: 0228 9826 537
E-Mail: boehmera@eba.bund.de
Das Eisenbahn-Bundesamt (EBA) ist die deutsche Aufsichts-, Genehmigungs- und Sicherheitsbehörde für Eisenbahnen und Eisenbahnverkehrsunternehmen. Das EBA ist eine selbständige deutsche Bundesoberbehörde und unterliegt der Fach- und Rechtsaufsicht des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI).

Der Aufsicht durch das EBA unterliegen mehr als zwei Drittel aller Eisenbahnunternehmen in Deutschland. Einige Regionalbahnen werden von den Bundesländern beaufsichtigt, wobei diese auch in vielen Fällen von der Möglichkeit Gebrauch machen, die Aufsicht an das EBA zu übertragen.

Das EBA überwacht, ob die Eisenbahnen grundlegende Sicherheitsanforderungen und gesetzliche Bestimmungen einhalten. Das gilt für den Bau von Eisenbahnanlagen ebenso wie für die Instandhaltung und den Betrieb von Fahrzeugen und Infrastruktur einschließlich der Signalanlagen.

Insgesamt beaufsichtigt die Behörde mehrere Hundert Unternehmen, ein Streckennetz von mehr als 30.000 Kilometern und einen Park von etwa 270.000 Schienenfahrzeugen. Die Sicherheit von Fahrgästen, Bahnbeschäftigten und übrigen Verkehrsteilnehmern steht dabei an oberster Stelle. Neben der allgemeinen Eisenbahnaufsicht gehört die Zulassung von Fahrzeugen und von Schieneninfrastruktur zu den Aufgaben des EBA.

Das EBA hat noch viele weitere Aufgaben, so etwa in der Planfeststellung: Es ist gesetzlich vorgeschrieben, dass die Bahn, bevor sie baut, das EBA als zuständige Planfeststellungsbehörde einschaltet. Das EBA selbst ist nicht Vorhabenträger, das heißt, es plant keine Projekte und führt sie auch nicht aus, aber es entscheidet auf Antrag der Bahn beispielsweise darüber, ob deren Pläne rechtlich zulässig sind.

Zudem widmet sich das EBA der Kapazitätsüberwachung der Infrastruktur und der Bewilligung von Finanzmitteln, die der Bund im Schienenverkehr auf Grundlage von gesetzlichen Regelungen oder von Förderrichtlinien zur Verfügung stellt. Zudem sorgt es dafür, dass Reisende zu ihrem Recht kommen, indem es deren gesetzlichen Ansprüche aus den europäischen Fahrgastrechteverordnungen durchsetzt und das nicht nur im Eisenbahn-, sondern auch im Schiffs- und Fernbusverkehr. Darüber hinaus obliegen dem EBA die Lärmkartierung sowie die Lärmaktionsplanung an Schienenwegen.

Seit 08/2015 hat das EBA Aufgaben im Bereich der Ressortforschung übernommen. Ein eigenes Referat beschäftigt sich mit Grundsatzfragen rund um das Thema Umwelt und baut die Ressortforschung für den Eisenbahnbereich auf. Die Einführung der Ressortforschung gilt als wichtige Maßnahme, um die Politik zu unterstützen, das Know-how zu erhalten und die Wettbewerbsfähigkeit des Schienenverkehrs insgesamt zu stärken. Sie soll nicht nur das EBA dabei unterstützen, seine gesetzlichen Aufgaben wahrzunehmen; Ziel ist vielmehr die kontinuierliche Verzahnung von Technologieförderung und Ressortforschung, um die für den Schienensektor wichtige praxisbezogene Umsetzung von Innovationen voranzubringen. Das EBA legt die übergeordneten mittelfristigen Forschungsziele in Abstimmung mit dem BMVI fest.

Schwerpunkte liegen derzeit in den Bereichen
  • Technische Richtlinien wissenschaftlich überprüfen
  • Sicherheit (Safety und Security)
  • Innovationen vorbereiten und begleiten
  • Umwelt und Nachhaltigkeit
  • Human Factors
Weitere Informationen finden Sie unter auf der Internetseite des EBA.
Ansprechpartner
Boehmer, Ariane
Nickeleit, Dirk, Dipl.-Ing.
Nickeleit, Dirk, Dipl.-Ing.
Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur

Auszug aus dem Forschungs-Informations-System (FIS) des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur

https://www.forschungsinformationssystem.de/?4255

Gedruckt am Montag, 18. Oktober 2021 22:47:13