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Entwicklung eines Hindernisbefeuerungskonzeptes zur Minimierung der Lichtemission an On- und Offshore-Windenergieparks und -anlagen

Erstellt am: 15.03.2013
Autoren:   Klaus Helfenrath
Gerd Möller
Roland Hagendorff
Dr. Oliver Frank
Dr. Johannes Pohl
Dr. Gundula Hübner
Carlo Reeker
Thomas Herrholz
Katrin Hill
Dr. Hauke Ballasus
Dr. Ommo Hüppop
Dr. Helmut Wendeln
Erscheinungsjahr / -datum:   2008/09
Seiten:   172
Zitiert als:   [HIWUS08]
Art der Veröffentlichung:   Studie
Sprache:   deutsch
Sonstige Informationen:  
Abschlussbericht zum HIWUS (Hindernisbefeuerungskonzeptes zur Minimierung der Lichtemission an On- und Offshore-Windenenergieparks und -anlagen unter besonderer Berücksichtigung der Vereinbarkeit der Aspekte Umweltverträglichkeit sowie Sicherheit des Luft- und Seeverkehrs) -Projekt, im Auftrage des Bundesvernades WindEnergie e. V. gefördert durch die Deutsche Bundesstiftung Umwelt.
Kooperationspartner:
  • Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung
  • Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit
  • Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie
  • DFS Deutsche Flugsicherung GmbH
  • FVT - Fachstelle für Verkehrstechniken
  • Wasser- und Schifffahrtsdirektion Nordwest
Zielsetzung und Anlass des Vorhabens:
Windenergieanlagen (WEA) können unter bestimmten Bedingungen Verkehrshindernisse für den Luftverkehr und für den Seeverkehr darstellen. Als solche müssen sie zur Aufrechterhaltung der Sicherheit und Leichtigkeit des Schiffs- und Luftverkehrs gekennzeichnet werden. Das Vorhaben HiWUS hat zum Ziel, die maximalen Möglichkeiten zur ermeidung und Verminderung der Kennzeichnung darzustellen.Zusätzlich sollen auf der Grundlage unabänderlicher Regelungen Entwürfe für Befeuerungsdesigns für die unterschiedlichen Bereiche entwickelt werden. Das Vorhaben soll dazu beitragen, durch eine maximale Reduzierung der als störend empfundenen Befeuerung die Akzeptanz dieser Technologie zu erhöhen.
Ergebnisse und Diskussionen:
Durch die Studie wurde verdeutlicht, dass sehr unterschiedliche und zum Teil sehr komplexe Empfehlungen und Regelungen für die Kennzeichnung von Luftfahrthindernissen in den einzelnen Ländern vorliegen. Die mit Abstand umfangreichsten Regelungen für die Markierung und Befeuerung von WEA an Land existieren zurzeit in der Bundesrepublik Deutschland.
Auch für die Kennzeichnung von Offshore-WEA zeigt sich kein einheitliches Bild, obwohl hier im Gegensatz zu Onshore-WEA bereits eine internationale Empfehlung vorliegt.
Im Rahmen der Diskussionen über die Zwischenergebnisse der Studie wurde bestätigt, dass eine Beeinträchtigung der Anwohner durch die Tages- und Nacht kennzeichnung an WEA existiert. Da jedoch nicht eindeutig feststellbar war, welche Art der Kennzeichnung in welchem Maße als störend empfunden wird, wurde eine weitere Untersuchung dieses Bereichs als sinnvoll angesehen. Im Rahmen der HiWUS-Studie wurde daher eine Literaturstudie und eine Projektskizze für eine empirische Untersuchung erstellt.
Durch die Feldversuche zur Schaltung der Befeuerung über Radarsysteme wurde festgestellt, dass eine Erfassung aller Luftfahrzeuge möglich ist . In mehreren Tests an und um Windparks wurde die Schaltung über den Empfang von Transpondersignalen und die Erfassung über Primärradar erfolgreich durchgeführt. Die Ergebnisse zeigen, dass weitere Forschungen in diesem Bereich sinnvoll sind.
Die im Rahmen der HIWUS-Studie durchgeführte Literaturstudie zum Einfluss der Befeuerung auf Vögelund Fledermäuse hat bestätigt, dass eine negative Einwirkung besteht. Auch wenn davon auszugehen ist, dass der Einsatz von blinkenden Feuern mit einer geringen Lichtintensität nicht so störend wirkt, erscheint eine weitere Untersuchung sinnvoll. Auch hier wurde wie in Phase 3 eine Projektskizze für eine empirische Untersuchung erstellt.
 

Auszug aus dem Forschungs-Informations-System (FIS) des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur

https://www.forschungsinformationssystem.de/?407618

Gedruckt am Samstag, 13. Juli 2024 15:11:29