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Strategische Anpassungsansätze zum Klimawandel in der Metropolregion Hamburg

Erstellt am: 04.04.2012 | Stand des Wissens: 26.01.2015
Kurzname:   KLIMZUG-NORD
Auftraggeber / Förderer:   Bundesministerium für Bildung und Forschung
Projektkoordination:   TuTech Innovation GmbH
Dr. Helmut Thamer (TuTech Innovation GmbH)
Jürgen Becke (TuTech Innovation GmbH)
Projektpartner:   Bundesanstalt für Wasserbau
Dr.-Ing. Norbert Winkel (BAW)
Dr. E. Rudolph (BAW)
Projektnummer:   A39550370163 (BAW)
Projektvolumen:   > 1.000.000
Laufzeit:   bis 2014/12/30
Projektstand:   abgeschlossen
Zweckbestimmung (Titel/Kapitel):   Drittmittelförderung / Drittmittelförderung
Webseite:   http://klimzug-nord.de/
Raumbezug:   Bundesrepublik Deutschland
Veröffentlichung:   [BüFr14] KLIMZUG-NORD : Strategische Anpassungsansätze zum Klimawandel in der Metropolregion Hamburg (FuE Abschlussbericht A39550370163)
[RuSc11] Sturmflutuntersuchungen für das Elbeästuar vor dem Hintergrund eines möglichen Klimawandels
[Schu11a] A sensitivity study of storm surges under climate change in the Elbe Estuary
[Wink10] Die Projekte zur Klimafolgenforschung an der BAW-DH: KLIWAS und KLIMZUG Nord
Sonstige Informationen:  
Das BAW-Forschungskompendium steht auf www.baw.de im Bereich "Service & Wissen" unter "Forschung & Entwicklung" zum Download zur Verfügung.

Aufbauend auf Simulationen des Helmholtz-Zentrums Geesthacht (HZG) zum Wasserstand und Seegang der Nordsee wird die BAW die Klimafolgenmodellierung für die Tideelbe durchführen. Die Sensitivitätsstudien folgen dem Konzept der Projekte im Programm KLIWAS. Wenn die Auswirkungen der Klimafolgeszenarien auf die Tide- und Transportdynamik nach Abschluss der Simulationen vorliegen, werden auf dieser Grundlage Anpassungsmaßnahmen in ihrer Effektivität dargestellt. Die Auswahl der zu simulierenden Sensitivitätsstudien und Anpassungsmaßnahmen erfolgt in Abstimmung mit den betroffenen Teilprojekten.

Untersuchungsziele im Detail:

  1. Thematische Einarbeitung
  2. Erstellung eines Testdatensatzes für Nutzer der BAW-Daten/Projektpartner
  3. Modellierung des heutigen Zustandes (typische und extreme Verhältnisse)
  4. Definition und Auswahl von Sensitivitätsstudien in Kooperation mit Projektpartnern
  5. Modellierung der Sensitivitätsstudien und Auswertung
  6. Entwicklung, Testen und Optimierung von Anpassungsoptionen
Der Schwerpunkt von KLIMZUG-NORD liegt auf der Entwicklung von Techniken und Methoden zur Minderung der Klimafolgen und der Anpassung von Gesellschaft und Ökonomie an die erhöhten Risiken durch den Klimawandel.

Der Klimawandel verstärkt künftig die schon bestehenden Spannungsfelder zwischen der wachsenden Metropole Hamburg und der sie umgebenden ländlichen Region sowie zwischen den Anforderungen einer dynamischen Wirtschaftsregion und den Erfordernissen des Naturschutzes. Entscheidend für das Gelingen der Anpassung an den Klimawandel ist die Einbindung aller wichtigen Handlungs- und Entscheidungsträger der Region in eine gemeinsame Anpassungsstrategie (integrativer Ansatz).

Das Projekt verfolgt eine Verbindung von naturwissenschaftlichem, ökonomischem und technologischem Fachwissen. Politische, administrative, wissenschaftliche und privatwirtschaftliche Akteure schließen sich zu einem Klimaverbund zusammen, um den Dialog zwischen Wissenschaft, Wirtschaft und Politik mit dem Ziel zu verstärken, gemeinsam die Folgen des Klimawandels und konkrete Schwerpunkte des Handelns für die Metropolregion bis zum Zeithorizont 2050 aufzuzeigen.

Das KLIMZUG-NORD Netzwerk stellt sich folgende Aufgaben:

  1. Entwicklung bzw. Weiterentwicklung von Techniken, Methoden und Planungsverfahren zur Abwehr und Minderung von Klimafolgen.
  2. Entwicklung von Strategien und Konzepten, mit denen diese Methoden in die regionalen Planungs- und Entwicklungsprozesse eingebunden werden können.
  3. Darstellung der Kosten, der Wirksamkeit und der Effizienz dieser Strategien und von Konzepten für Zivilgesellschaft, Umwelt und Wirtschaft.
  4. Durch den intensiveren Dialog mit Entscheidungsträgern und der Öffentlichkeit soll die Bereitschaft zur Anwendung der Techniken und Planungsmethoden gefördert werden.
  5. Erstellung des Masterplans Klimafolgen-Management in der Metropolregion Hamburg für den Zeithorizont 2050.

KLIMZUG-NORD hat dafür drei Bereiche identifiziert, in denen die Metropolregion durch den Klimawandel in besonderem Maße betroffen sein wird und für die vordringlich Anpassungsstrategien entwickelt werden müssen. Diese Themenfelder sind in vielfältiger Weise miteinander vernetzt. Um dieser Abhängigkeit Rechnung zu tragen, werden in fünf Querschnittsaufgaben übergreifende Fragestellungen behandelt.
Glossar
Ansprechpartner
Bundesministerium für Bildung und Forschung
TuTech Innovation GmbH
Bundesanstalt für Wasserbau
Literatur
[BüFr14] Büscher, A., Fricke, B. , Klöpper, A., Paesler, A., Rudolph, E., Seiffert, R., Winkel, N. , Bockelmann, A. KLIMZUG-NORD : Strategische Anpassungsansätze zum Klimawandel in der Metropolregion Hamburg (FuE Abschlussbericht A39550370163), Bundesanstalt für Wasserbau / Karlsruhe, 2014/03/28
[RuSc11] Rudolph, E., Schulte-Rentrop, A. Sturmflutuntersuchungen für das Elbeästuar vor dem Hintergrund eines möglichen Klimawandels, 2011
[Schu11a] Schulte-Rentrop, A. A sensitivity study of storm surges under climate change in the Elbe Estuary, 2011
[Wink10] Winkel, N. Die Projekte zur Klimafolgenforschung an der BAW-DH: KLIWAS und KLIMZUG Nord, veröffentlicht in Forschung und Entwicklung im Küstenverkehrswasserbau, BAW-Kolloquium 26. und 27. April in Hamburg, BAW/Karlsruhe, 2010
Glossar
KLIWAS Forschungsprogramm zu den Auswirkungen des Klimawandels auf Wasserstraßen und Schifffahrt in Deutschland

Auszug aus dem Forschungs-Informations-System (FIS) des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur

https://www.forschungsinformationssystem.de/?385702

Gedruckt am Mittwoch, 22. Mai 2019 20:41:41