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Die Deutsche Bahn AG als Akteur im Bereich Energieeffizienzsteigerung des Verkehrssektors

Erstellt am: 21.02.2011 | Stand des Wissens: 04.02.2017
Ansprechpartner
Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung, Prof. Dr. M. Wietschel


Programme zur Energieverbrauchs- und Schadstoffemissionsreduktion

Der Energieverbrauch des Systems Bahn im Jahre 2013 entsprach mit ca. 10 Terrawattstunden (TWh) etwa die Hälfte des Haushaltsenergieverbrauchs des Stadtstaats Berlin im Jahre 2013 und ca. 1,5 % des gesamtdeutschen Stromverbrauchs [DBNB13; UVKB13; STABU15b; BaBr11]. Um diesen ökologisch und ökonomisch signifikanten Wert zu reduzieren, wurde im Jahr 1994 vom Deutsche Bahn AG (DB AG) das "Energiesparprogramm 2005" aufgelegt. Ziel war es, den spezifischen Primärenergiebedarf (abweichend von DIN 5485 bezogen auf die Verkehrsleistung, also Personenkilometer und Nettotonnenkilometer) bis 2005 (Basisjahr 1995) um 25 % zu reduzieren. Folgende Maßnahmen standen dabei im Mittelpunkt: Umstellung von Diesel- auf Elektrotraktion, Einsatz energieeffizienter Fahrzeuge, höhere Reisezugauslastung und Schulung der Triebfahrzeugführer zu verbrauchsarmer Fahrweise. Bis 2010 senkte die DB AG, laut eigenen Angaben, den spezifischen Primärenergieverbrauch im Güterverkehr um ca. 43 %, beim Personenfernverkehr um ca. 16 % und im Personennahverkehr um ca. 42 %. [; DBAG01d; DBAG03n; DBAG11j].

Der traktionsseitige Gesamtprimärenergieverbrauch konnte - trotz insgesamt steigender Verkehrsleistung - ebenfalls reduziert werden. Benötigte der Schienenverkehr des Unternehmens 1990 noch über 89 Petajoules (PJ), so waren 20011 lediglich noch ca. 76 PJ erforderlich (Abbildung 1) [UMBU13].]. Dies bedeutet also eine Abnahme des absoluten Primärenergiebedarfs zwischen 1990-2012, bei steigender Verkehrsleistung, um fast 15 %.


Energieverbrauch_Schiene.pngAbb. 1: Traktionsbezogener Energieverbrauch des Schienenverkehrs im Zeitraum zwischen 1990 und 2012 (Schienengüter- und Schienenpersonenverkehr) Eigene Darstellung nach [UMBU13]. (Grafik zum Vergrößern bitte anklicken)


Da o.g. Ziele grundsätzlich erreicht werden konnten, folgte im Jahr 2002 das "Klimaschutzprogramm 2020" [DBAG09e]. Bis zu diesem Zeitpunkt beabsichtigt die DB AG eine weitere deutliche Absenkung des spezifischen - das heißt auf die Verkehrsleistung bezogenen - CO2-Ausstoßes. Nach Aussage des Konzernvorstands der Deutschen Bahn wurden bis 2012 die weltweiten spezifischen CO2 Emissionen im Vergleich zu 2006 bereits um 12,3 % reduziert. Als Umweltvorreiter will sie weiterhin die Emissionen um insgesamt 20 % reduzieren und den Anteil erneuerbarer Energien auf mehr als 35 % steigern (siehe Abb. 2). Auch werden mittlerweile weniger als 10 % der Verkehrsleistungen auf der Schiene mit dieselbetriebenen Lokomotiven erbracht [DBAG13y]..

DB2020Ziele.PNGAbb. 2: Umwelt Ziele bis 2020 (Quelle: DBAG13y)


Das von der DB AG erarbeiteten "Klimaschutzprogramm 2020" ist spartenübergreifend aufgestellt und schließt somit auch den Speditions- und Logistikbereich (inklusive Seefracht, Straßengüterverkehr und Luftfracht) sowie die sogenannten stationären Prozesse mit ein [DBAG13y]. Ausgehend von dem im Jahr 2006 verzeichneten Schadstoffausstoß wird bis 2020 eine Minderung der spezifischen CO2-Emissionen für den Gesamtkonzern in Höhe von 20 % angestrebt [DBAG13y].


Spez_CO2_em.pngAbb. 3: Spezifische CO2- Emissionen der Deutschen Bahn AG. Eigene Darstellung nach [DBNB13; DBAG13y; DBNB11 ; DBNB10 ; DBNB09 ; DBNB08 ; DBKN15] (Grafik zum Vergrößern bitte anklicken)


Forschung und Entwicklung

Die DB AG betätigt sich in der praxisnahen Forschung rund um das Thema energieeffiziente und umweltfreundliche Technologien. Die 2010 gegründete Plattform "Eco Rail Innovation", in der die Deutsche Bahn mit der Fahrzeugindustrie kooperiert, ist in Brandenburg an der Havel angesiedelt. Sie soll Vorhaben mit baldiger Marktreife bzgl. der Reduktion der CO2-Emissionen, neue Dieselfahrzeuge und alternative Energieerzeugung vorantreiben [GoGo12]. Mit der Devise „Null Emissionen 2050“ soll sie als Leitbild für Schienenverkehrswirtschaft und Infrastruktur agieren [EURA11] . Ferner entwickelt das konzerneigene DB Umweltzentrum in Berlin Konzepte und Programme, um sowohl die unternehmens- als auch die verkehrsträgerbezogene Umweltbilanz weiter zu verbessern. Dabei werden in Zusammenarbeit mit anderen Geschäftsbereichen Felder, auf denen weiterer Handlungsbedarf besteht, identifiziert, einschlägige Entwicklungen überwacht und jeweils erzielte Fortschritte dokumentiert [DBUZ14] .

Dokumentation und Transparenz

Der Umweltbericht der Deutschen Bahn AG ist 2007 durch den erstmals erschienenen Nachhaltigkeitsbericht ersetzt worden, welcher seitdem jedes Jahr erscheint [DBAG13y]. Seit 2014 ist der Nachhaltigkeitsbericht Teil des jährlichen integrierten Berichtes. Kennzahlen werden weiterhin auf der Internetpräsenz der Deutschen Bahn veröffentlicht. Darin werden die Umwelt- sowie Personal- und Sozialberichterstattung des Konzerns dargestellt, erweitert um die Themen nachhaltiger Verkehr und nachhaltige Unternehmensverantwortung. Der Nachhaltigkeitsbegriff betrifft hierbei neben den Umweltaspekten auch das nachhaltige ökonomische Wachstum sowie die Kundenzufriedenheit.

Ökologische Produktgestaltung


Neben einer generellen Hervorhebung der Schiene als vergleichsweise umweltfreundlicher Verkehrsträger richtet sich die Deutsche Bahn AG seit 2009 mit sog. "CO2-freien Angeboten" an umweltbewusste Geschäftskunden [DBAG10k]. Alle bei dem Firmenkundenprogramm der DB registrierten Geschäftsreisenden fahren im Fernverkehr innerhalb Deutschlands seit 2013 komplett CO2-frei [DBAG13y].

Für Privatkunden wurde im Frühjahr 2012 erstmals für einen begrenzten Zeitraum eine Rabattkarte (BahnCard 25) zur Probe angeboten, welche dem Kunden eine CO2-freie Fahrt versprach [DBAG12e]. Dabei soll die jeweils benötigte Strommenge vollständig aus regenerativen Energiequellen bezogen werden, sodass keine Kompensation von Kohlendioxidemissionen erfolgen muss. Seit Frühjahr 2013 reisen laut der DB AG alle Kunden, die im Besitz einer BahnCard sind mit 100 % Ökostrom [DBAG13y]

Auch Fahrgäste ohne BahnCard können für einen Aufpreis von einem Euro pro Person und Strecke mit 100 % Ökostrom fahren. Ein Teil des Aufschlags dieses „Umwelt-Plus Tickets“ fließt in den Neuanlagenbonus, der neue Projekte zur Gewinnung und Speicherung erneuerbarer Energien fördern soll [Gree10a].  Da die meisten Reisenden im Fernverkehr BahnCard-, Rabattkarten-, oder Geschäftskunden sind, erhöhte sich der Ökostromanteil im Fernverkehr von 24 % auf 75 % [DBAG13y]. Es wurde allerdings Kritik an den genannten Angeboten laut, da u. a. der Ökostrom aus schon bestehenden Kraftwerken bezogen wird, sodass sich dadurch keine Änderung im Gesamtstrommix der Deutschen Bahn ergibt [Gree11].

Auch DB Schenker bietet seinen Geschäftspartner mittlerweile Lösungen für die Reduktion der CO2-Emissionen entlang der Lieferkette. Zum Beispiel gibt es hierfür das von TÜV Süd zertifizierte Eco Plus Angebot, welches zu 100 % Strom aus regenerativen Energien einsetzt und den Ausbau erneuerbarer Energien fördert. Hierfür werden 10 % der Mehreinnahmen, welche als CO2-Einsparungszertifikate gehandelt werden in den Neuanlagenbonus investiert [DBAG13y].

Um zukünftig auch Privatkunden in größerem Umfang CO2-neutrale Transportdienstleistungen anbieten zu können, baut die DB AG ihren Ökoenergieanteil am bestehenden Bahnstrom-Mix weiter aus. Der Traktionsstrommix beinhaltete 2013 u. a. einen 35,2 %igen-Anteil erneuerbarer Energien sowie einen 40,8 %igen-Energieanteil aus Braun- und Steinkohlekraftwerken [DBNB13]. Laut Konzernangaben soll mit der geplanten Erhöhung des Ökoenergieanteils zunächst der wegfallende Atomstrom ersetzt werden [Focu11]. Ab dem Jahr 2050 beabsichtigt die DB AG, ihren Schienenverkehr gänzlich ohne CO2-Emissionen zu erbringen [DBAG10j; DBAG13y].

Publikationen

Ansprechpartner
Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung, Prof. Dr. M. Wietschel
Zugehörige Wissenslandkarte(n)
Energieeffizienz und Schadstoffemissionen im Schienenverkehr (Stand des Wissens: 05.05.2017)
https://www.forschungsinformationssystem.de/?344430
Literatur
[BaBr11] o. A. Mindestens 35 Prozent Erneuerbare bis 2020 -
Interview mit Dr. Hans-Jürgen Witschke, veröffentlicht in Elektrische Bahnen, Ausgabe/Auflage 10/2011, Oldenbourg Industrieverlag GmbH, München, 2011/10, ISBN/ISSN 0013-5437
[Behm07] Behmann, Uwe Schienenverkehr, Energiebedarf und Klimaschutz bei der Deutschen Bahn -Teil 1, veröffentlicht in Elektrische Bahnen, Ausgabe/Auflage 03, 2007/03, ISBN/ISSN 0013-5437
[Behm07a] Behmann, Uwe Schienenverkehr, Energiebedarf und Klimaschutz bei der Deutschen Bahn - Teil 2, veröffentlicht in Elektrische Bahnen, Ausgabe/Auflage 10, 2007/10, ISBN/ISSN 0013-5437
[DBAG01d] o. A. Umweltbericht 2000, Berlin, 2001
[DBAG03n] k.A. Umweltbericht Daten und Fakten 2002, 2003
[DBAG09e] o. A. Nachhaltigkeitsbericht 2009, Berlin, 2009/06
[DBAG09m] o. A. Grüner geht's nicht: CO2-freie Geschäftsreisen mit dem bahn.corporate Umwelt-Plus!, Berlin, 2009/10
[DBAG10j] o. A. DB AG für CO2-freie Angebote ausgezeichnet, veröffentlicht in Deine Bahn, Ausgabe/Auflage 08/10, Eisenbahn-Fachverlag GmbH / Mainz , 2010/08, ISBN/ISSN 0948-7263
[DBAG10k] o. A. Eco Plus von DB Schenker Rail - Klimaschutz durch CO2-freie Transporte, Berlin, 2010/06
[DBAG11] o. A. DB AG setzt auf Strom aus Windkraft, Berlin, 2011/01/25
[DBAG11j] o. A. Kennzahlen und Fakten zur Nachhaltigkeit 2010, Berlin, 2011/09
[DBAG11m] Deutsche Bahn AG Konzern (Hrsg.) DB Fernverkehr AG - Geschäftsbericht 2010, Deutsche Bahn AG, Frankfurt am Main, 2011/04
[DBAG11n] Deutsche Bahn AG Konzern (Hrsg.) DB Regio AG - Geschäftsbericht 2010, Deutsche Bahn AG, Frankfurt am Main, 2011/04
[DBAG12e] o. A. Jetzt mit 100 Prozent Ökostrom reisen: Die Probe BahnCard 25, Berlin, 2012/04/10
[DBAG12y] Deutsche Bahn AG Konzern Mobilität sichern - Klima schützen, 2012/04
[DBAG13y] o. A. Nachhaltigkeitsbericht 2012, Berlin, 2013/07
[DBKN15] o.A. DB Konzern Kennzahlen 2015, 2015
[DBNB08] o.A. Kennzahlen und Fakten zur Nachhaltigkeit 2008, 2008
[DBNB09] o.A. Kennzahlen und Fakten zur Nachhaltigkeit 2009, 2009
[DBNB10] o.A. Kennzahlen und Fakten zur Nachhaltigkeit 2010, 2013
[DBNB11] o.A. Kennzahlen und Fakten zur Nachhaltigkeit 2011, 2011
[DBNB13] o.A. Kennzahlen und Fakten zur Nachhaltigkeit 2013, 2013
[DBUZ14] o.A. 20 Jahre DB Umweltzentrum, 2014
[EURA11] o.A. Vision "Null Emission 2050" für das System Schiene, 2011, Online-Referenz http://www.eurailpress.de/news/umwelt/single-view/news/vision-null-emission-2050-fuer-das-system-schiene.html
[Focu11] FOCUS online Bahn und RWE schließen Milliardenvertrag, veröffentlicht in Focus, 2011/07/25
[GoGo12] Goldenberg, Philipp, Goldenberg, Vladimir, Reppich, Marcus, Anwendungsmöglichkeiten erneuerbarer Energiequellen im Bahnsektor, veröffentlicht in Eisenbahningenieur, Ausgabe/Auflage 02/2012, DVV Media Group GmbH, Hamburg, 2012/02, ISBN/ISSN 0013-2810
[Gree10a] o. A. Deutsche Bahn punktet mit umfangreicher Umweltoffensive, 2010/10
[Gree11] Greenpeace Deutschland e. V., Totz, Sigrid Fragwürdige Energiewende bei der Deutschen Bahn, 2011/07/25
[STABU15b] o.A. Keine weiteren Einsparungen beim Energieverbrauch privater Haushalte 2015, 2015
[Tief11] Tieftrunk, Bernd Grüne Sicherheit für den Bahnverkehr, veröffentlicht in Internationales Verkehrswesen, Ausgabe/Auflage 04/2011, DVV Media Group GmbH, Hamburg, 2011/04, ISBN/ISSN 0020-9511
[UMBU13] o.A. Indikator: Energieverbrauch des Verkehrs, 2013, Online-Referenz https://www.umweltbundesamt.de/indikator-energieverbrauch-des-verkehrs
[UVKB13] o.A. Berliner Energie und CO2-Bilanz 2013, 2013
Glossar
Personenkilometer
Die Einheit Personenkilometer [Pkm] beschreibt die im Rahmen einer Personenbeförderung erbrachte Verkehrsarbeit. Diese definiert sich als Produkt der Verkehrsmenge (Summe der beförderten Personen) und der von dieser dabei zurückgelegten Wegstrecke in km.
Verkehrsarbeit [Pkm] = Verkehrsmenge [P] * Wegstrecke [km]
O2
= Sauerstoff. Im Normzustand ist Sauerstoff ein farbloses, geruchloses und geschmackloses Gas. Es ist sehr reaktiv, fast jede Chemikalie, abgesehen von Edelgasen, reagiert mit Sauerstoff um Verbindungen zu bilden.
Sauerstoff ist von großer Bedeutung, weil er wesentlich an den Atmungsprozessen der meisten lebenden Zellen und an den Verbrennungprozessen beteiligt ist. Es ist das am häufigsten vorkommende Element der Erdkruste. Die Luft besteht zu fast einem Fünftel (Volumen) aus Sauerstoff. Ungebundener gasförmiger Sauerstoff besteht normalerweise aus einem zweiatomigen Molekül (O2), aber es gibt ihn auch in dreiatomiger Form O3 besser bekannt unter dem Begriff Ozon.
Traktion Unter Traktion versteht man im Schienenverkehrsbereich die kraftgetriebene Fortbewegung von Triebfahrzeugen. Bei der Art des Antriebssystems unterscheidet man heutzutage i. d. R. Triebfahrzeuge mit dieselelektrischen oder -hydraulischen bzw. rein elektrischen Aggregaten zur Kraftübertragung (auch: Diesel- bzw. Elektrotraktion).  Die Traktionsart Dampf wird hierzulande nur noch im Bereich von Museumsbahnen eingesetzt. Mehrere gekoppelte Triebfahrzeuge bilden eine sog. Mehrfachtraktion. Üblicherweise werden diese nach der Anzahl der eingesetzten Triebfahrzeuge benannt (z. B. Doppel- oder Dreifachtraktion).
CO2
Kohlenstoffdioxid. Ein Gas, welches zu ca 0,4% in der Erdatmosphäre vorkommt, bildet den Grundstock für pflanzliches Leben und pflanzliche Biomasse. Es entsteht z.B. bei der Verbrennung (Oxidation) von Kohlenstoff mit Sauerstoff. Durch seine Wirkung als Treibhausgas und der massiven Freisetzung bei der Verbrennung fossiler Brennstoffe ist es mit hoher Wahrscheinlichkeit der wichtigste Auslöser des Klimawandels.
Triebfahrzeug
Ein Triebfahrzeug (Tfz) ist ein einzelnes Regeleisenbahnfahrzeug mit einem eigenen Fahrzeugantrieb (Lokomotiven, Triebwagen). Eine Sonderform bilden Triebköpfe, die in einem fest gekoppelten Triebzug zusammen mit antriebslosen Mittel- und Steuerwagen betrieben werden. Lokomotiven kommen normalerweise im Verbund mit gekoppelten Reisezug- oder Güterwagen zum Einsatz. Triebwagen sowie auch Triebzüge werden als gekoppelten Einheiten gleichen Typs in sogenannten Triebwagenzügen eingesetzt. Weitere Tfz sind Kleinlokomotive und selbstfahrende Nebenfahrzeuge.
Verkehrsleistung Die Verkehrsleistung gibt Auskunft über die Inanspruchnahme von Ressourcen. Als Verkehrsleistung wird die auf eine Zeiteinheit t (zum Beispiel ein Jahr) bezogene Verkehrsarbeit definiert und als Quotient dargestellt. Die Verkehrsarbeit wird dabei als Produkt von Verkehrseinheiten (zum Beispiel Güter, Personen) und der durch diese zurückgelegten Strecke gebildet. In der Verkehrswissenschaft sind die Einheiten Personenkilometer pro Jahr [Pkm/a] bzw. Tonnenkilometer pro Jahr [tkm/a] gebräuchlich.

Auszug aus dem Forschungs-Informations-System (FIS) des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur

https://www.forschungsinformationssystem.de/?342586

Gedruckt am Sonntag, 25. August 2019 02:22:15