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Innovationen am Beispiel des Güterverkehr

Erstellt am: 24.11.2010 | Stand des Wissens: 11.07.2020
Synthesebericht gehört zu:
Ansprechpartner
Karlsruher Institut für Technologie (KIT), Institut für Volkswirtschaftslehre (ECON), Prof. Dr. Kay Mitusch

Für einen erfolgreichen Wirtschaftsstandort mit einer arbeitsteiligen Industrie- und Dienstleistungsgesellschaft ist ein leistungsfähiges Verkehrssystem eine unerlässliche Voraussetzung. Prognosen aus dem Jahr 2014 sprachen von einer Zunahme des Güterverkehrs von 2010 bis 2030 um rund 38 Prozent (vgl. [BMVI16ai]). Dieses Wachstum ist eng mit umwelt- und klimapolitischen Herausforderungen verbunden. So ist der Verkehr im Allgemeinen für ca. 17 Prozent der CO2-Emissionen verantwortlich (vgl. [BMVI17aw]).
Um auf diese aktuellen und zukünftigen Herausforderungen zu reagieren, existieren im Bereich des Güterverkehrs strategische Konzepte, die konkrete Ziele und Maßnahmen für eine künftige Ausrichtung des Güterverkehrs vorgeben. Diese Konzepte geben den Rahmen für güterverkehrspolitische Maßnahmen vor, die aus Sicht der Bundesregierung prioritär sind (vgl. [BMVBS08d], S.26).
Dazu zählt der Masterplan Güterverkehr und Logistik ([BMVBS08d]) aus dem Jahre 2008 der folgende Ziele ausgibt:
  • Verkehrswege optimal nutzen - Verkehr effizient gestalten.
  • Verkehr vermeiden - Mobilität sichern.
  • Mehr Verkehr auf Schiene und Binnenwasserstraße.
  • Verstärkter Ausbau von Verkehrsachsen und -knoten.
  • Umwelt- und klimafreundlicher Verkehr.
  • Gute Arbeit und gute Ausbildung im Transportgewerbe (vgl. BMVBS08d, S.18ff).
Aufbauend auf diesen Zielen wurde der Aktionsplan Güterverkehr und Logistik nachhaltig und effizient in die Zukunft, welcher über die Jahre immer wieder angepasst wurde, als Ableitung des Masterplans vorgestellt. Dieser Aktionsplan gibt den Handlungsrahmen für die Bewältigung der aktuellen Herausforderungen vor, dient gleichzeitig als Grundlage für die weitere Verbesserung des Logistikstandortes Deutschland (vgl. [BMVI17aw ) und gibt die folgende Ziele vor:
  • Logistikstandort Deutschland stärken.
  • Effizienzsteigerung aller Verkehrsträger erreichen.
  • Stärken aller Verkehrsträger durch optimal vernetzte Verkehrswege nutzen.
  • Vereinbarkeit von Verkehrswachstum mit Umwelt- und Klimaschutz fördern.
  • Gute Arbeitsbedingungen und Ausbildung im Transportgewerbe unterstützen (vgl. [BMVI17aw])
Um diese in den Aktionsplänen formulierten Ziele zu erreichen, spielen einerseits Innovationen im Güterverkehrsbereich eine wesentliche Rolle. Andererseits stellen diese Ziele Anreize an die beteiligten Akteure innovativ tätig zu werden. Gleichzeit wird die technologische Weiterentwicklung aber nicht nur durch diese Aktionspläne, sondern auch von einer weiteren Reihe an Innovationstreibern angestoßen. Dazu zählen neben der Nachfrage des Marktes (oder besser des Konsumenten) zum Beispiel auch der Ölpreis, die Verfügbarkeit von finanziellen Mitteln oder qualifiziertes Humankapital.
Beispiele von Innovationen im Güterverkehr werden nun in den folgenden Syntheseberichten in diesem Teil der Wissenslandkarte gruppiert nach Informations- und Kommunikationssystemen, Organisation von Logistikketten, Verkehrsträger und Umschlagtechnologien sowie in Behälter- und Systemgrößen vorgestellt.
Ansprechpartner
Karlsruher Institut für Technologie (KIT), Institut für Volkswirtschaftslehre (ECON), Prof. Dr. Kay Mitusch
Zugehörige Wissenslandkarte(n)
Innovation und Verkehr (Stand des Wissens: 08.07.2020)
https://www.forschungsinformationssystem.de/?334383
Literatur
[BMVBS08d] Bundesministerium für Digitales und Verkehr Masterplan Güterverkehr und Logistik, Berlin, 2008/09
[BMVBS10i] Bundesministerium für Digitales und Verkehr Aktionsplan Güterverkehr und Logistik-Logistikinitiative für Deutschland , 2010

Auszug aus dem Forschungs-Informations-System (FIS) des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur

https://www.forschungsinformationssystem.de/?334218

Gedruckt am Donnerstag, 7. Juli 2022 09:46:35