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Festlegung von Emissionsminderungszielen

Erstellt am: 14.11.2010 | Stand des Wissens: 25.04.2019
Ansprechpartner
Technische Universität Berlin, Fachgebiet Wirtschafts- und Infrastrukturpolitik (WIP) - Prof. Dr. v. Hirschhausen, Prof. Dr. Beckers

Wesentliches Grundprinzip von Emissionshandelssystemen ist die Mengenfixierung des zu reduzierenden Schadstoffes. Erst damit wird für das bisher freie Gut CO2-Emission die tatsächliche Knappheit festgelegt, und ein Markt mit Angebot und Nachfrage kann sich herausbilden. Diese Vorgabe ist eine politische Entscheidung über die künftig zu erzielenden Minderungen. Die Minderungsziele für jedes Emissionshandelssystem basieren deshalb, neben Effizienzanforderungen und ökologischer Notwendigkeit, auch auf politischer Durchsetzbarkeit und internationaler Verteilungsgerechtigkeit (vgl. Synthesebericht räumliche Einordnung). Für ein den Verkehrssektor umfassendes Handelssystem werden die diesbezüglichen Minderungsvorgaben an bestehende internationale Verpflichtungen Deutschlands bzw. der EU anknüpfen müssen.

In den folgenden Syntheseberichten sollen die folgenden Ansätze für die Vorgabe von CO2-Minderungszielen erläutert werden:
  • absolute Reduktionsvorgaben
  • spezifische Verminderungsvorgaben
  • Mischformen
Wichtig ist, dass es bei den hier genannten Minderungszielen, auch wenn sie sektoral formuliert werden, nicht um verbindliche Vorgaben für einen Sektor geht. Stattdessen beziehen sie sich immer auf die Reduktionsanforderungen innerhalb des gesamten Handelssystems.
Ansprechpartner
Technische Universität Berlin, Fachgebiet Wirtschafts- und Infrastrukturpolitik (WIP) - Prof. Dr. v. Hirschhausen, Prof. Dr. Beckers
Zugehörige Wissenslandkarte(n)
Handel mit CO2-Emissionszertifikaten (Stand des Wissens: 10.05.2019)
https://www.forschungsinformationssystem.de/?333632
Glossar
EU-Emissionshandelssystem Das EU-Emissionshandelssystem (EU ETS) ist ein 2003 vom Europäischen Rat und dem Europäischen Parlament beschlossenes marktwirtschaftliches Instrument, die im Kyoto-Protokoll gesetzten Klimaschutzziele zu erreichen. Anlagenbetreiber (zur Zeit sind etwa 11.000 Fabriken und Kraftwerke erfasst) müssen bei Überschreiten der ihnen fest vorgegebenen Emissionsberechtigungen Strafen bezahlen (100 Euro pro Tonne CO2), sofern keine Zertifikate zur Tilgung vorgelegt werden können. Diese Zertifikate vergeben solche Betreiber, die die o.g. Grenzwerte unterschritten haben. Die Nachweispflicht liegt in jedem Fall bei dem Anlagenbetreiber.

Auszug aus dem Forschungs-Informations-System (FIS) des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur

https://www.forschungsinformationssystem.de/?333601

Gedruckt am Montag, 13. Juli 2020 06:39:01