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Ökonomische Grundlagen von Emissionshandelssystemen

Erstellt am: 14.11.2010 | Stand des Wissens: 17.04.2019
Ansprechpartner
Technische Universität Berlin, Fachgebiet Wirtschafts- und Infrastrukturpolitik (WIP) - Prof. Dr. v. Hirschhausen, Prof. Dr. Beckers

In den folgenden Syntheseberichten sollen die Grundlagen für das Verständnis der Funktionsweise von Handelssystemen für Emissionen gelegt werden. Besonders herausgestellt werden die spezifischen Vor- und Nachteile von Emissionshandelssystemen im Vergleich zu alternativen Instrumenten der Umweltpolitik. Diese geschieht in den Syntheseberichten:
  • Wirkungsweise von Emissionshandelssystemen
  • Potentielle Vorteile von Emissionshandelssystemen
Außerdem wird theoretisch hergeleitet, welche Anwendungsbedingungen für Emissionshandelssysteme erfüllt sein müssen, damit ein Zertifikatehandel effizient funktionieren kann. Im Einzelnen werden folgende Bedingungen für den ökonomisch sinnvollen Einsatz von Emissionshandelssystemen betrachtet:
  • Homogene Schadstoffe
  • Keine Hot-Spots
  • Einfache Identifikation des Schadstoffes
  • Große Unterschiede in den Vermeidungskosten
  • Ausreichend Marktteilnehmer
Aus dem Abgleich dieser Bedingungen mit den Verhältnissen im Verkehrssektor ergibt sich, dass ein diesen Sektor einschließendes Emissionshandelssystem durchaus sinnvoll sein kann. Dieses sollte aber auf CO2-Emissionen beschränkt sein, für die Reduktion von z.B. konventionellen Luftschadstoffen des Verkehrs ist ein solches Handelssystem nicht geeignet.
Ansprechpartner
Technische Universität Berlin, Fachgebiet Wirtschafts- und Infrastrukturpolitik (WIP) - Prof. Dr. v. Hirschhausen, Prof. Dr. Beckers
Zugehörige Wissenslandkarte(n)
Handel mit CO2-Emissionszertifikaten (Stand des Wissens: 10.05.2019)
https://www.forschungsinformationssystem.de/?333632
Glossar
EU-Emissionshandelssystem Das EU-Emissionshandelssystem (EU ETS) ist ein 2003 vom Europäischen Rat und dem Europäischen Parlament beschlossenes marktwirtschaftliches Instrument, die im Kyoto-Protokoll gesetzten Klimaschutzziele zu erreichen. Anlagenbetreiber (zur Zeit sind etwa 11.000 Fabriken und Kraftwerke erfasst) müssen bei Überschreiten der ihnen fest vorgegebenen Emissionsberechtigungen Strafen bezahlen (100 Euro pro Tonne CO2), sofern keine Zertifikate zur Tilgung vorgelegt werden können. Diese Zertifikate vergeben solche Betreiber, die die o.g. Grenzwerte unterschritten haben. Die Nachweispflicht liegt in jedem Fall bei dem Anlagenbetreiber.

Auszug aus dem Forschungs-Informations-System (FIS) des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur

https://www.forschungsinformationssystem.de/?333562

Gedruckt am Montag, 13. Juli 2020 05:58:07