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Effizienzsteigerungen durch Lkw-Maut

Erstellt am: 25.03.2010 | Stand des Wissens: 08.08.2017
Ansprechpartner
Karlsruher Institut für Technologie (KIT), Institut für Volkswirtschaftslehre (ECON), Prof. Dr. Kay Mitusch

Im Vorfeld der Einführung der Lkw-Maut traten im Zusammenhang mit Transportkontraktverlängerungen und -abschlüssen vermehrt Diskussionen auf, ob durch eine bessere gegenseitige Abstimmung des Transportgewerbes Effizienzvorteile gewonnen werden können (Bildung von effizienten regelmäßigen Rundfahrmustern). Bei einer Erhebung des Bundesverbandes Materialwirtschaft, Einkauf und Logistik (BME) gaben ca. 20 % der befragten Unternehmen an, Straßentransporte stärker zu bündeln, und unterstützen damit auch die Optimierungsmaßnahmen der Straßengüterverkehrsunternehmen.

Diese Anstrengungen resultierten in einer Steigerung des Lastfahrtenanteils um 2,1 Prozentpunkte in den ersten drei Monaten 2005 gegenüber dem Vorjahreszeitraum, nachdem in den letzten zehn Jahren eine Steigerung von ca. einem Prozentpunkt p.a. auf 79,2 % 2004 zu verzeichnen war (BAG). Der Leerfahrtenanteil (bezogen auf Fahrzeug-km) lag in Deutschland nach Einführung der Lkw-Maut erstmals unter 20 % [BAG05e].

Seit 2007 hat sich der Anteil der Leerfahrten jedoch sukzessive erhöht. Während der Anteil der Leerfahrten im Jahr 2007 noch bei 19,8% lag, hat sich dieser Wert bis zum Jahr 2016 auf 21,5% erhöht [BundesamtGüterverkehr2017].
Ansprechpartner
Karlsruher Institut für Technologie (KIT), Institut für Volkswirtschaftslehre (ECON), Prof. Dr. Kay Mitusch
Zugehörige Wissenslandkarte(n)
Die LKW-Maut in Deutschland (Stand des Wissens: 08.08.2017)
https://www.forschungsinformationssystem.de/?303240
Literatur
[BAG05e] Bundesamt für Güterverkehr (BAG) Sonderbericht über die Auswirkungen der streckenbezogenen Lkw Maut, 2005
[BundesamtGüterverkehr2017] Bundesamt für Güterverkehr (Hrsg.) Marktbeobachtung Güterverkehr - Jahresbericht 2016, 2017/08/01
Glossar
Lkw Lastkraftwagen (Lkw) sind Kraftfahrzeuge, die laut Richtlinie 1997/27/EG überwiegend oder sogar ausschließlich für die Beförderung von Gütern und Waren bestimmt sind. Oftmals handelt es sich dabei um Fahrzeuge mit einer zulässigen Gesamtmasse zwischen 3,5 und 12 Tonnen. In Einzelfällen kann die zulässige Gesamtmasse diese Werte jedoch auch unter- beziehungsweise überschreiten, sofern das Kriterium der Güterbeförderung gegeben ist. Lastkraftwagen können auch einen Anhänger ziehen.

Auszug aus dem Forschungs-Informations-System (FIS) des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur

https://www.forschungsinformationssystem.de/?301787

Gedruckt am Mittwoch, 22. Mai 2019 09:50:52