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Ergebnisse des Bundesverkehrswegeplans 2030

Erstellt am: 15.11.2002 | Stand des Wissens: 22.10.2018
Ansprechpartner
TU Dresden, Professur für Integrierte Verkehrsplanung und Straßenverkehrstechnik, Prof. Dr.-Ing. Regine Gerike

Das Bundesministerium für Verkehr und Digitale Infrastruktur geht bei der Veröffentlichung des Bundesverkehrswegeplanes 2030 - auf Basis des Jahres 2010 - von einem Wachstum des Personenverkehrs bis 2030 um 12,6 Prozent und im Güterverkehr von einem Wachstum um 38 Prozent aus. Dadurch werden Engpassbeseitigungen nötig.
Um eine höhere Akzeptanz für die Verkehrsprojekte zu erreichen, konnten juristische und natürlich Personen sowie die Öffentlichen Körperschaften Projektideen einbringen. Diese 2000 Vorschläge wurden überprüft und kategorisiert.
Das 269,6 Milliarden Euro umfassende Volumenen des Bundesverkehrswegeplans ist schwerpunktmäßig für den Erhalt der Infrastruktur vorgesehen. Dadurch sollen alle nötigen Investitionen für die Wiederherstellung der Zukunftsfähigkeit der Verkehrsinfrastruktur, insbesondere der Brücken, getätigt werden. Der Anteil der schadhaften Bundesstraßen und Autobahnen soll auf 10 Prozent sinken. Es sollen viele Ersatzinvestitionen in den Erhalt der Wasserstraßen fließen, deren Nutzungsdauer von 70 - 100 Jahren teilweise erreicht oder sogar überschritten ist. DB Netze soll weiterhin hohe Zuschüsse für den Erhalt des Schienennetzes bekommen.
Für Aus- und Neubaumaßnahmen stehen insgesamt 63,6 Milliarden Euro zur Verfügung [BMVI16d].
Vom Gesamtvolumen des Bundesverkehrswegeplanes werden etwa die Hälfte der Mittel in den Verkehrsträger Straße, circa 41 Prozent in die Schiene und circa 9 Prozent in die Bundeswasserstraßen investiert. Diese Summen sind vorläufig, da über den konkreten Haushaltsplan der Jahre immer der Bundestag entscheiden muss. Die Projekte sind des Weiteren nach Ländern sortiert, da auch die Bundesmittel nach einem politischen Schlüssel in die Verkehrsprojekte der Länder fließen sollen. Die genaue Liste der Verkehrsprojekte ist im Anhang des Bundesverkehrswegeplans aufgeführt [BMVI16v].
Ansprechpartner
TU Dresden, Professur für Integrierte Verkehrsplanung und Straßenverkehrstechnik, Prof. Dr.-Ing. Regine Gerike
Zugehörige Wissenslandkarte(n)
Bundesverkehrswegeplanung (BVWP) (Stand des Wissens: 25.01.2019)
https://www.forschungsinformationssystem.de/?27781
Literatur
[BMVI16d] Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (Hrsg.) Bundesverkehrswegeplan 2030, Ausgabe/Auflage März 2016, Berlin, 2016/03
Weiterführende Literatur
[BMV03a] Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur Bundesverkehrswegeplan 2003 , Berlin, 2003
[BMVI16ad] Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (Hrsg.) Inhalte zum BVWP 2030 herunterladen, 2016
Glossar
Bundesverkehrswegeplan Als Instrument einer mittel- bis langfristigen Investitionsrahmenplanung für den Erhalt und Ersatz bundeseigener Verkehrsinfrastruktur erfasst der Bundesverkehrswegeplan (BVWP) das zwecks zielgerichteter Ausgestaltung sowie Erweiterung von Bundesfernstraßen, Bundeswasserstraßen und Schienenwegen des Bundes erforderliche Finanzierungsvolumen. Auf Basis verkehrsträgerübergreifender Prognosen findet in diesem Zusammenhang eine Priorisierung vorgesehener Neu- und Ausbauprojekte gemäß ihrer gesamtwirtschaftlichen Bewertung sowie ökologischer und raumordnerischer Einschätzungen statt. Grundsätzlich wird infolgedessen zwischen "vordinglichem Bedarf" (VB) und "weiterem Bedarf" (WB) unterschieden. Der BVWP tritt auf Beschluss des Bundeskabinetts in Kraft und umfasst jeweils einen Zeithorizont von ca. 10 bis 15 Jahren. Seit 1973 sind bereits fünf konsekutive Verkehrswegepläne verabschiedet worden. Der letzten, dem Jahr 2003 entstammenden Fortschreibung liegt ein Planungszeitraum bis 2015 und ein Investitionsvolumen i. H. v. 150 Mrd. EUR zugrunde.

Auszug aus dem Forschungs-Informations-System (FIS) des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur

https://www.forschungsinformationssystem.de/?20602

Gedruckt am Mittwoch, 22. Mai 2019 20:49:36