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Partizipation von Kindern und Jugendlichen an Mobilitätsentscheidungsprozessen

Erstellt am: 26.06.2006 | Stand des Wissens: 30.04.2018
Ansprechpartner
TU Dresden, Professur für Integrierte Verkehrsplanung und Straßenverkehrstechnik, Prof. Dr.-Ing. Regine Gerike

Kinder und Jugendliche haben einen rechtlichen Anspruch auf eine menschenwürdige, gesunde Entwicklung und damit das Recht auf entsprechende Lebensbedingungen [BAST05a, S. 9]. Neben dem Schutz und der Versorgung von Kindern und Jugendlichen sind ausdrücklich deren gleichberechtigte Teilhabe an der Gesellschaft und ihre Beteiligung am politischen Prozess zu nennen. Neben internationalen Regelungen wie dem UN-Kinderkonvention-Übereinkommen über die Rechte des Kindes [KGRE03], der AGENDA 21 der Vereinten Nationen und der "Revidierten Europäischen Charta der Beteiligung der Jugend am Leben der Gemeinde und der Region" [KGRE03] gilt auf nationaler Ebene das Kinder- und Jugendhilfegesetz (KJHG) (Sozialgesetzbuch) [SGB VIII], das in entsprechenden Ausführungsgesetzen auf Landesebene zu konkretisieren ist.
Die Beteiligung von Kindern und Jugendlichen bei Themen wie Stadtentwicklung, Bauleitplanung, Verkehrsgestaltung oder Umweltfragen hebt auch der "Nationale Aktionsplan für ein kindergerechtes Deutschland, 2005-2010" [BMFSFJ06a, S. 57] als zukunftsweisendes Handlungsfeld hervor. Darüber hinaus ist die Beteiligung von Kindern und Jugendlichen in einigen Bundesländern in den Gemeindeordnungen verankert. Dies verpflichtet die Kommunen dazu, Kinder und Jugendliche bei Planungen und Vorhaben, die ihre Interessen berühren, in angemessener Weise zu beteiligen. Geeignete Verfahren sind zu entwickeln und durchzuführen.
Die Gründe für die Beteiligung von Kindern und Jugendlichen sind:
  • die Berücksichtigung von unterschiedlichen Perspektiven in der Planung, da Kinder/ Jugendliche und Planer/innen unterschiedliche Raumzugänge und -wahrnehmungen haben, die sich ergänzen können,
  • aus pädagogischer Sicht die Entwicklung von Entscheidungskompetenz durch Partizipation an Entscheidungsprozessen und
  • die Stärkung der Identifikation der Jugendlichen mit der Gesellschaft, um soziale Auffälligkeiten zu vermeiden und der Entfremdung von Jung und Alt entgegenzuwirken.
Die Partizipation von Kindern und Jugendlichen kann grundsätzlich nach vier verschiedenen Modellen erfolgen [FGSV10a, S. 16 ff.]:
  • Anwaltschaftliche Modelle: Die Interessen der Heranwachsenden werden durch einen Erwachsenen in der Art eines Ombudsmanns (Kinderbeauftragter, Kinderanwalt, Kinder- oder Jugendbüro) wahrgenommen und an die entsprechenden zuständigen Stellen weitergeleitet. Anwaltschaftliche Modelle waren in den 80er Jahren die erste Form der Beteiligung von Kindern und Jugendlichen. Die Anforderungen von Kindern und Jugendlichen erhalten mittels Vertretung durch einen Erwachsenen ein stärkeres Gewicht und können beständig vertreten werden. Das Modell birgt jedoch die Gefahr der Bevormundung und kann die Kinder und Jugendlichen in eine passive Rolle drängen.
  • Repräsentative Modelle: Die Kinder und Jugendlichen vertreten ihre Interessen durch Kinder- und Jugendparlamente oder Kinder- und Jugendbeiräte selbst. Diese orientieren sich an den üblichen kommunalen Verfahren und beziehen sich häufig auch auf festgelegte Wahlperioden. Da Kinder und Jugendlichen in diesen repräsentativen Gremien die Fähigkeit aufweisen müssen, sich angemessen artikulieren zu können, beteiligen sich bei diesen Modellen vorwiegend ältere Kinder und Jugendliche mit vergleichsweise hohem schulischem Bildungsniveau. Ein weiterer Nachteil dieses Modells ist die fehlende eigenständige Kompetenz der Gremien, so dass eine Einbindung in kommunale politische Aktivitäten gewährleistet sein sollte.
  • Offene Modelle: Zu den offenen Modellen gehören Kinder- und Jugendforen, Stadtteilversammlungen und Sozialraumkonferenzen. Hier gibt es keine besonderen Reglementierungen oder institutionelle Einschränkungen. Die Kinder und Jugendlichen legen ihre Themenfelder selbst fest. Ein erwachsener Moderator begleitet die Durchführung der Diskussionen. Als Ergebnis werden Anträge formuliert und an die Verantwortlichen in Politik und Verwaltung weitergeleitet. Vorteil gegenüber den repräsentativen Modellen ist die geringere Hemmschwelle bei der Beteiligung. Eine Schwachstelle kann die Gefahr der Unverbindlichkeit und Beliebigkeit darstellen.
  • Projektorientierte Modelle: Kinder und Jugendliche werden direkt in ein Projekt eingebunden, das sich auf ihr unmittelbares Lebensumfeld bezieht. Die Beteiligung kann in allen Phasen eines Projektes (Bestandsaufnahmen, Problemanalyse, Entwicklung von Lösungsvorschlägen, Maßnahmenentwurf und Maßnahmenumsetzung) erfolgen und daher vielfältige Varianten und Methoden aufweisen. Es gibt keine inhaltlichen Planungskonzepte beziehungsweise keine Aufgaben, an denen Kinder und Jugendliche nicht beteiligt werden können. Die Bandbreite reicht von konzeptionellen Planungen wie Stadt- oder Dorfentwicklungsplänen über Konzepte zur Wohnumfeldverbesserung und Verbesserung der Schulwegsicherheit bis hin zu konkreten Straßenraum- oder Platzgestaltungen beziehungsweise funktionalen und gestalterischen Verbesserungen einzelner Bushaltestellen [Jürg05, S. 66]. Laut einer Studie [BWZi99, S. 34] sind nur 3 Prozent der projektorientierten Beteiligungsangebote dem Bereich der Verkehrsplanung zuzuordnen. Die größten Anteile entfallen auf die Gestaltung von Spiel- und Freizeitgeländen (34 Prozent), auf die Mitwirkung an stadtteilbezogenen Planungen (22 Prozent) und auf den Bau von Skateranlagen (12 Prozent). Da sich die Arbeiten auf das Umfeld der Beteiligten beziehen, können bereits Vorschulkinder an derartigen Projekten teilnehmen.
In welcher Form Kinder und Jugendliche letztlich im Prozess mitwirken, kann sich je nach Situation, Alter und Präferenzen der Kinder unterscheiden. Dabei haben sich zeichnerische Verfahren, Brainstorming, Kartenabfragen, Gruppenarbeiten, Zukunftswerkstätten, Felderkundungen und Stadtspaziergänge sowie Interviewstreifzüge als geeignet erwiesen [FGSV12c].
Im Einzelfall ist jeweils abzuwägen, ob und in welchem Umfang eine Beteiligung von Kindern und Jugendlichen erfolgen sollte. Mit dem Alter entwickeln sich das Abstraktionsvermögen und die Fähigkeit, die eigene Meinung klar vertreten zu können. Gleichzeitig weitet sich der Aktionsraum aus und die Interessen variieren stärker (Aktionsräumliches Verhalten). Die Entwicklung der Fähigkeiten von Kindern und Jugendlichen zur Gestaltung ihrer Umwelt ist in Tabelle 1 dargestellt.
196873 Grafik Entwicklung von Faehigkeiten von Kindern und Jugendlichen.PNG
Tabelle 1: Entwicklung der Fähigkeiten von Kindern und Jugendlichen zur Gestaltung ihrer Umwelt [FGSV10a, S. 15, Tabelle 5 nach BMFSFJ02d]

Für den Erfolg von Partizipationsprojekten sind folgende wesentliche Voraussetzungen notwendig [KrJu10]:
  • Realitätsnähe: unmittelbarer Bezug zur Erlebniswelt der Kinder,
  • Bedeutsamkeit der Planung für die beteiligten Kinder,
  • Auswahl eines konkreten Planungsgegenstandes,
  • Transparenz des Planungsprozesses,
  • Zeitnähe (Ergebnisse und Umsetzung),
  • keine Überforderung,
  • Ernstnehmen der Belange von Kindern.
Verschiedene Projekte bemühen sich verstärkt um die Einbindung der Interessen von Kindern und Jugendlichen in der Stadtplanung [Döni06, S. 57], so beispielsweise Stadt(T)räume, Spielleitplanung und Jugend Architektur Stadt e. V. [EdUt06, S. 97].
Städte wie zum Beispiel Stuttgart, Leipzig, Frankfurt, Berlin, Wiesbaden, Hamm oder Meißen [FGSV10a] haben bereits Projekte in Zusammenarbeit mit Kindern und Jugendlichen durchgeführt und dabei positive Erfahrungen gesammelt:Neben der realen Verbesserung der Lebensumwelt durch Partizipationsprojekte wird häufig die Erweiterung der Planer- und Politikersicht um die Perspektive der Heranwachsenden betont [BaWS03, S. 494]. Mehrfach werden die hohe Motivation und das Engagement der partizipierenden Jungen und Mädchen hervorgehoben [Copp00, S. 11; Schr95, S. 99, 119]. Für den Erfolg von Partizipationsprojekten spricht, dass häufig eine Fortführung der Projekte vorgesehen ist und dass eine weitere Beteiligung von Kindern und Jugendlichen in der jeweiligen Stadt angestrebt wird (siehe Osnabrück [Osna03, S. 18]; Solingen [Soli98, S. 4]). Ein Teil der Projekte demonstriert, dass der rechtliche Anspruch auf eine angemessene Beteiligung Kommunen dazu veranlassen kann, neue Formen der Partizipation zu entwickeln (siehe Witzenhausen [Witz00, S. 5] und Karlsruhe [Karl94, S. 7]). Es wird somit gezeigt, welche Vorteile die Beteiligung von Kindern und Jugendlichen für ihre Entwicklung, aber auch für die Planer und deren Projekte haben kann. Die Koordinierungstelle "Handeln für eine jugendgerechte Gesellschaft" begleitet 2015 bis 2018 16 Kommunen auf Ihrem Weg zu mehr Jugendgerechtigkeit und ist darüber hinaus ein Zentraler Partner der Bundesregierung mit vielen, aktuellen Projekten [KSJG17].
Es sollte das Ziel von Politik und Planern, aber auch von Bildungsinstitutionen sein, Kinder und Jugendlichen weiterhin und verstärkt die Möglichkeiten zur Beteiligung zur geben, wobei sich an erfolgreich durchgeführten Projekten orientiert werden kann.

Publikationen

Ansprechpartner
TU Dresden, Professur für Integrierte Verkehrsplanung und Straßenverkehrstechnik, Prof. Dr.-Ing. Regine Gerike
Zugehörige Wissenslandkarte(n)
Mobilität von Kindern und Jugendlichen (Stand des Wissens: 27.02.2019)
https://www.forschungsinformationssystem.de/?195757
Literatur
[BAST05a] Bundesanstalt für Straßenwesen (Hrsg.) Mobilitätsbedürfnisse von Kindern und Jugendlichen im Straßenverkehrs- und Baurecht, 2005/07
[BaWS03] Bauer, Ulla , Wank, Karin, Schäfer, Karl Heinz Systematische Kinderbeteiligung in der Verkehrsplanung, veröffentlicht in Straßenverkehrstechnik, 2003/09
[BMFSFJ02d] Hellmann, M., Borchers, A., unter Mitarbeit von: Schaarschmidt, M., Kukat, M. Familien- und Kinderfreundlichkeit: Prüfverfahren - Beteiligung
- Verwaltungshandeln; ein Praxisbuch für Kommunen, veröffentlicht in Schriftenreihe des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Ausgabe/Auflage Band 221, Kohlhammer, Stuttgart, 2002, ISBN/ISSN 3-17-017840-7
[BMFSFJ06a] Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (Hrsg.) Nationaler Aktionsplan für ein kindergerechtes Deutschland (2005-2010), Berlin, 2006/04
[BWZi99] Bruner, C., Winkelhofe, U., Zinser, C. Beteiligung von Kindern und Jugendlichen in der Kommune. Ergebnisse einer bundesweiten Erhebung, München, 1999
[Copp00] Coppenrath, E. Evaluation eines Methodensets zur Beteiligung von Kindern an der Stadtpolitik: Der Kinder-Aktions-Koffer, München, 2000
[Döni06] Dönitz, Ulrich Planung im Dialog mit Kindern und Jugendlichen -Plädoyer für eine methodisch durchdachte Partizipation, veröffentlicht in RaumPlanung, 2006/04
[EdUt06] Edelhoff, Silke, Uttke, Angela Stadt- und Architekturerkundung - Kinder und Jugendliche erforschen den Stadtraum, veröffentlicht in RaumPlanung, 2006/04
[FGSV10a] FGSV-Arbeitskreis 1.1.1 "Gender und Mobilität" , Annette Albers, Karin Arndt, Gabriele Feller, Ulrike Huwer, Claudia Jürgens, Silvia Körntgen, Angelika Klein, Ursula Lehner-Lierz, Jörg von Mörner, Marcus Steirwald, Gisela Stete, , Hinweise zur Integration der Belange von Kindern in die Verkehrsplanung , 2010, ISBN/ISSN 978-3-941790-26-1
[FGSV12c] Forschungsgesellschaft für Straßen- und Verkehrswesen e.V. EVE - Empfehlungen für Verkehrserhebungen, Ausgabe/Auflage FGSV-Nr. 125, FGSV Verlag, Köln, 2012, ISBN/ISSN 978-3-941790-99-5
[Jürg05] Jürgens, Claudia, Dipl.-Ing. Kinder und Jugendliche als Experten in der Verkehrsplanung, veröffentlicht in Schriftenreihe SRL- Stadt Region Land, Ausgabe/Auflage Heft 79, Tagungsband 6. AMUS, Aachen, 2005
[Karl94] Stadt Karlsruhe Kinder erforschen die Oststadt, Karlsruhe, 1994/09
[KGRE03] Kongress der Gemeinden und Regionen Europas (Hrsg.) Revidierte Europäische Charta der Beteiligung der Jugend am Leben der Gemeinde und der Region, 2003/05/21
[KrJu10] Krause, J. Integration der Belange von Kindern in die Verkehrsplanung, veröffentlicht in Straßenverkehrstechnik, Kirschbaum Verlag GmbH/Bonn, 2010/10
[KSJG17] Koordinierungstelle "Handeln für eine Jugendgerechte Gesellschaft" (Hrsg.) Jugendrecht vor Ort, 2017/02
[Osna03] Stadt Osnabrück - Fachbereich Städtebau Verkehrskonzept Haste. Pilotprojekt der Stadt Osnabrück zur Beteiligung von Kindern an Stadtteil-Verkehrskonzepten, Ausgabe/Auflage Heft 60, Osnabrück, 2003
[Schr95] Schröder, R. Kinder reden mit! Beteiligung an Politik, Stadtplanung und Stadtgestaltung, Weinheim und Basel , 1995
[Soli98] Stadt Solingen Mädchentour durch die Fuhr. Mädchen gestalten den öffentlichen Raum. Anregungen für die Planung, Solingen, 1998/12
[Witz00] Magistrat der Stadt Witzenhausen, Landesjugendamt Hessen "... toll, dass wir gefragt werden... ". Die Bewegungslandkarte. Eine Methode zur Kinderbeteiligung, Witzenhausen, 2000/06
Weiterführende Literatur
[KBS15] Kinderbeteiligung Stuttgart, 2015
[DaKr03] Danner, S., Krüger, H.-P., Prof. Dr. Kinder und Jugendbeteiligung im Verwaltungshandeln. Ergebnisse einer empirischen Untersuchung in der Stadt Leipzig, veröffentlicht in PlanerIn, Ausgabe/Auflage 2/2003, 2003
[Krau05b] Krause, J. , Kettler, D. , Angermüller, A., Beckmann, Klaus, Univ.-Prof. Dr.-Ing., Erke, Heiner, Prof. Dr. Dipl.-Psych., Jürgens, Claudia, Dipl.-Ing. Mobilitätsbedürfnisse von Kindern und Jugendlichen im Straßenverkehrs- und Baurecht. Vorläufiger Schlussbericht zum FE- Vorhaben 77.465/2002, Braunschweig/Aachen, 2005
[NsKm00] Niedersächsisches Kultusministerium Möglichkeiten der Beteiligung von Kindern und Jugendlichen, Hannover, 2000
[FrKu06] Fricke, Axel, Kunert, Michael Planung mit Großstadtkindern - Kinder- und Jugendgerechte Partizipationsangebote in Quartieren in Stuttgart und Karlsruhe, veröffentlicht in RaumPlanung, 2006/04
[ApBr06] Apel, Peter, Brüggemann, Dagmar Spielleitplanung - Ein neues Planungsinstrument zur Verankerung von Kinderfreundlichkeit in der Stadtplanung, veröffentlicht in RaumPlanung, 2006/04
[KGRE03] Europäische Charta der Beteiligung der Jugend am Leben der Gemeinde und der Region
[SGB VIII] Sozialgesetzbuch - Achtes Buch: Kinder- und Jugendhilfe
[UN92] UN-Kinderrechtskonvention - Übereinkommen über die Rechte des Kindes
Glossar
AGENDA 21 Die Agenda 21 ist ein weltweites Umwelt-Aktionsprogramm als Handlungsprogramm für das 21. Jahrhundert, das im Juni 1992 in Rio de Janeiro auf der UN-Konferenz für Umwelt und Entwicklung (UNCED) beschlossen und von 178 Staaten unterzeichnet wurde. Ziel sind eine nachhaltige, umweltgerechte Entwicklung und faire Entwicklungschancen der einzelnen Staaten. Die Verwirklichung der Agenda 21 erfordert die Partizipation aller Bürger und setzt daher auf der untersten Verwaltungsebene ein, also bei den Kommunen ("Lokale Agenda 21").
Bauleitplanung
Die Bauleitplanung ist im Baugesetzbuch (BauGB) und in der Baunutzungsverordnung (BauNVO) geregelt und dient der Lenkung beziehungsweise Ordnung der städtebaulichen Entwicklung. Die Bauleitplanung ist Teil der kommunalen Selbstverwaltung und ist daher Aufgabe der Gemeinden (Art. 28 Abs. 2 GG).

Die Instrumente der Bauleitplanung sind der Flächennutzungsplan (§ 5 BauGB), als vorbereitender Bauleitplan, der die beabsichtigte städtebauliche Entwicklung sowie die Art der Bodenutzung im Gemeindegebiet darstellen soll und der Bebauungsplan als verbindlicher Bauleitplan. Dieser konkretisiert die im Flächennutzungsplan dargestellten Bauflächen und enthält rechtsverbindliche Festsetzungen für die städtebauliche Ordnung (§§ 8 ff. BauGB).

Auszug aus dem Forschungs-Informations-System (FIS) des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur

https://www.forschungsinformationssystem.de/?196873

Gedruckt am Freitag, 3. Juli 2020 19:38:46